Inkompetentes Zensur-Personal bei Facebook: Venus von Willendorf als „gefährlich pornographisch“ zensiert

5. März 2018
Inkompetentes Zensur-Personal bei Facebook: Venus von Willendorf als „gefährlich pornographisch“ zensiert
Kultur & Gesellschaft
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Menlo Park. Der Zensurwahn beim sozialen Netzwerk Facebook treibt immer krudere Blüten. Nicht nur politisch unerwünschte Kommentare werden dort seit dem Inkrafttreten des sogenannten „Netzwerkdurchsetzungsgesetzes“ Anfang des Jahres rigoros gelöscht, sondern auch ganz andere Dinge.

Jetzt wurde – schwer zu glauben – die altsteinzeitliche Skulptur der berühmten „Venus von Villendorf“ wegzensiert – wegen eines Verstoßes gegen das bei Facebook übliche Nacktheits-Verbot.

Zwar ruderte das soziale Netzwerk inzwischen wieder zurück und gestand einen Fehler ein: „Wir entschuldigen uns für den Fehler”, erklärte eine Facebook-Sprecherin. Nacktabbildungen seien nach den Werbevorschriften auf dem Portal tatsächlich verboten, es gebe „aber eine Ausnahme für Statuen”. Deshalb hätte der Eintrag mit dem Foto der Statuette erlaubt werden müssen.

Facebook hatte die Abbildung der „Venus von Willendorf” zuvor als „gefährlich pornografisch” zensiert. Die elf Zentimeter kleine Figur zeigt eine üppige nackte Frau. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im österreichischen Ort Willendorf entdeckt und gilt als eines der prominentesten Objekte des Naturhistorischen Museums in Wien, wo die etwa 30.000 Jahre alte Figur ausgestellt ist.

Der Vorfall bestätigt einmal mehr Vorbehalte gegenüber der Kompetenz des Facebook-Personals. Es handelt sich oftmals um unzureichend ausgebildetes studentisches Hilfspersonal, das ohne Sachverstand und Kompetenz auf seine Zensuraufgaben losgelassen wird. Nur so ist erklärbar, daß die weltberühmte Venus von Willendorf nicht erkannt wurde. (mü)

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5 Comments

  1. Lack schreibt:

    Über die Dummheit der Zensoren hat man sich schon früher belustigt …
    Klüger geworden sind sie setdem nicht, sonst hätten sie einen anderen Beruf!

  2. Dr. Schauerte schreibt:

    Das passt alles zun den rot-grünen Weltinterpreteten, das sich an den Steuergeldern labt und alles tut um die Autenzitizät des eigenen Volkes zu vernichten. Stattdessen sind die Scheunentore immer noch weit offen und Frau M ist völlig beratungsresistent.

  3. Emma schreibt:

    Das ist echt lächerlich.

    Ein Skandal ist da wohl eher, das jedes Kind das ein Handy besitzt, ganz problemlos Pornos gucken kann.

    Als Beispiel einfach mal nur „Erotik oder Sex“ bei Google eingeben und schon ist man auf Pornoseiten !!!!

  4. akizur schreibt:

    Wenn es keine Zensur mehr gäbe, was würden dann diese ungebildeten Zensoren tun? Für etwas Nützliches sind sie ja ungeignet?

  5. Otto Ohnesorge schreibt:

    Ein Glück – ich nutze das „Fratzenbuch“ nicht.
    Wenn doch, würde ich mich ab jetzt nicht trauen, eine weibliche Person darauf aufmerksam zu machen, daß sie einen schönen „Amorbogen“ hat. Wer weiß, was sich so ein halbgarer, viertelintelligenter und fünftelgebildeter geistiger Tiefflieger dabei denkt.

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