Was westliche Medien verschweigen: Israel verletzte 2017 die libanesische Grenze fast 2000 mal

4. März 2018
Was westliche Medien verschweigen: Israel verletzte 2017 die libanesische Grenze fast 2000 mal
International
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Beirut/Brüssel. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz warnte der israelische Ministerpräsident Netanyahu unlängst mit einer dramatischen Geste vor der Bedrohung Israels durch den Iran, indem er den versammelten Medien das zerbeulte Stück einer angeblichen abgeschossenen iranischen Drohne präsentierte.

Netanyahus Auftritt sollte darüber hinwegtäuschen, daß Israel an der derzeit explosiven Situation im Nahen Osten mindestens im gleichen Maße als Unruhestifter beteiligt ist. Denn: Israel bombardiert in den letzten Wochen nicht nur völkerrechtswidrig immer wieder Ziele im benachbarten Syrien, sondern hat allein die Grenzen seines Nachbarlandes Libanon im zurückliegenden Jahr 2017 in nicht weniger als 1898 Fällen verletzt. Hiervon betrafen 602 Fälle Grenzverletzungen zur See, 254 zu Lande und 1042 in der Luft. Dabei explodiert die Zahl der Grenzverletzungen förmlich: waren es im März 2017 noch 82 Fälle (pro Tag fast drei), so waren es im Dezember 186 Fälle, jeden Tag statistisch 6,2.

Diese Zahlen, die von den im Südlibanon stationierten UN-Blauhelmen bestätigt werden und von ihnen regelmäßig an das UN-Hauptquartier in New York weitergemeldet werden, finden sich in einer detaillierten Übersicht, die dieser Tage der fraktionslose deutsche Europaabgeordnete Udo Voigt (NPD) während eines Treffens mit dem libanesischen Verteidigungsminister Yacoub Riad Sarraf ausgehändigt erhielt.

Voigt hielt sich im Rahmen einer Informationsreise der europaweit aufgestellten Partei Alliance for Peace and Freedom (APF) an der Spitze einer Delegation im Libanon auf und hatte dort Gelegenheit, sich außer beim Verteidigungsminister auch beim Oberkommandierenden der libanesischen Streitkräfte, General Joseph Aoun, bei örtlichen Vertretern der südlibanesischen 20.000-Einwohner-Gemeinde Qana sowie bei ranghohen Vertretern der UNIFIL-Blauhelme im Südlibanon ein Bild von der Situation zu machen.

Voigt machte die steigende Zahl von Verletzungen der israelisch-libanesischen Grenze durch die israelischen Streitkräfte inzwischen zum Gegenstand einer schriftlichen Anfrage im Europäischen Parlament. (mü)

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11 Comments

  1. Godefteu schreibt:

    NPD kann von Antisemitismus sich immer noch nicht befreien. Lässt Israel in ruhe, sie sind von Feinden umzingelt und sind gezwungen mit allen Mitteln sich zu verteidigen.

    • Eidgenosse schreibt:

      Israel-Kritik ist also Antisemitismus (?) – Blödsinn im Quadrat. Zionisnmus ist eine Form des Rassismus (UNO-Resolution).
      Leider kritisieren viele „rechte“ Parteien den Genozid an den Palästinensern viel zu wenig. Dieser Genozid ist eine der Mitursachen für die Konflikte im Nahen Osten. Wer das negiert ist – sorry – ein blinder Depp.

      • Godefteu schreibt:

        Fahre mal nach Israel und schau dir selber alles an. Von Zionismus ist da nichts zu spüren. Das Problem aller Konflikte im Heiligen Land is Islam, der sich da gewaltsam verbreitet hat. Und es gibt keine Palästinenser, sondern Araber. Israel war und wird jüdische Heimat

        • Eidgenosse schreibt:

          Das heutige Israel samt den besetzten Gebieten im Westjordanland, Golan-Höhen etc. war Gebiet der Palästinenser bzw. anderer Araber, die aus diesen Gebieten zum grossen Teil vertrieben wurden. Kurzum, das Staatsgebiet Israel ist annektiert – geklaut. Mit demselben Anspruch könnte etwa Deutschland das Territorium Karls des 5. – also fast ganz Europa – beanspruchen und das ist nur etwa 500 Jahre her und nicht 2000.
          Ich habe persönlich nichs gegen einen Staat Israel – aber nicht auf Kosten der gesamten Region dort. Die Torpedierung einer 2-Staaten-Lösung durch Israel wird am Ende Israel selbst äussert gefährlich werden.

  2. Wolfsrabe schreibt:

    Wenn du wissen willst, wer dein Feind ist, musst du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst.

  3. Belsazar schreibt:

    Israel und USA sind die Staaten, von Gott persönlich die auserwählt sind und deshalb dürfen diese auch andere Staaten maßregeln, zumal sie ja nur das Beste für diese Völker im Sinn haben. weil das so ist, hat auch die Bundesrepublik den Staat Israel zum deutschen Staatsziel erhoben.
    Moslemische Staaten glauben ebenfalls von Gott (Allah) auserwählt zu sein, was man mit Sicherheit auszuschließen kann.

    • Belsazar schreibt:

      Pardon, es ist was durcheinander geraten. Müsste heißen: die von Gott…; Im zweite Satz wird Weil groß geschrieben.

    • Godefteu schreibt:

      Gött und Allah ist nicht das Gleiche. Sie werden aber fälschlicherweise immer öfter auf eine Ebene gestellt.

    • Otto Ohnesorge schreibt:

      Lieber Belsazar,

      vielleicht der zweifelhafteste amerikanische Präsident „Dabbelju“ – zweifellos ein Kriegsverbrecher reinster Güte – hat es formuliert: „Amerika ist Gottes auserwählte Führungsnation.“
      Lange vorher haben die Juden verkündet, daß sie „Gottes auserwähltes Volk“ seien.
      Was willst du gegen solche Völker ausrichten? Die stehen über allen andern Völkern. Deshalb anerkennen die USA als gleichberechtigt auch nur solche Staaten an, mit denen sie in Augenhöhe verhandeln können.
      Nur – welcher Staat kann das schon? „Niedere“ souveräne Staaten überfallen sie militärisch auch gerne mal sogar ohne UN-Mandat.

      Tatsache ist, daß der Staat Israel ohne die USA Null Lebensfähigkeit besitzt. Tatsache ist auch, daß sich beide Staaten nach wie vor weigern, sich dem Weltgerichtshof zu unterwerfen. In Den Haar werden wir Israelis oder Amerikaner deshalb niemals auf der Anklagebank sehen. Obwohl die Kriegsverbrechen auf Kriegsverbrechen häufen.
      Beide sagen einfach: kommt uns holen, wenn ihr uns verurteilen wollt.

  4. Godefteu schreibt:

    Einverstanden. Das war, übrigens, jn aller Zeiten immer so.

  5. Scripted Reality schreibt:

    Danke an ZUERST für diese Information, die man in anderen Medien vergeblich sucht.

    Danke an Udo Voigt, der sich dafür bestimmt einiges anhören darf…

    „Natürlich“ kommen jetzt die üblichen Anwürfe und Unterstellungen, die mit bestimmten Wörtern und politischen Kampfbegriffen jene ins Zwielicht stellen, die diese Tatsachen ansprechen.

    Wer heute die Wahrheit anspricht, der begeht „Hatecrime“ und ist ein ganz ganz Böser.Echte Demokratien kennen kein „Hatecrime“, dort klagt man auf Beleidigung, nutzt Gesetze und Juristen, anstatt „elastische Sprachregelungen“ samt willkürlicher Ausübung durch private Zensoren.

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