Neue Waffen für die Streitkräfte des 21. Jahrhunderts: Rußland führt Hyperschall-Waffen ein

8. Februar 2018
Neue Waffen für die Streitkräfte des 21. Jahrhunderts: Rußland führt Hyperschall-Waffen ein
International
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Moskau. Da hat die russische Rüstungstechnologie offenbar wieder einmal die Nase vorn: wie der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des russischen Oberhauses, Viktor Bondarew, mitteilte, werde die russische Armee bald Hyperschall-Waffen in Dienst stellen. Wörtlich teilte Bondarew mit: „Wir haben einen großen Vorlauf bei den modernen nichtnuklearen Waffen, unter anderem bei der präzisionsgelenkten Munition.“ Die Streitkräfte würden bald „Einheiten der modernsten Hyperschall-Waffen bekommen“. Auf diese Weise werde die strategische Abschreckung „sogar durch den nichtnuklearen Teil unseres Arsenals gewährleistet werden“.

Rußland halte dabei die Bestimmungen des New-START-Vertrages ein, erneuere sein Nukleararsenal „gemäß den heutigen Realitäten“ und stocke es lediglich im Rahmen der Quote auf, die im Vertrag zur Verringerung der strategischen Waffen vorgesehen ist, so Bondarew.

Auch die jetzt entwickelten Hyperschall-Projektile, die mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit Ziele in einer Entfernung von mehreren tausend Kilometern treffen können, sind atomar bestückbar. Sie stellen allerdings bereits in der konventionellen Variante ein erhebliches Bedrohungs- und Abschreckungspotential dar, weil es beim gegenwärtigen Stand der Technik keine Abwehr dagegen gibt.

Der Generaldirektor des Unternehmens „Taktischeskoje raketnoje wooruschenie“ (Taktische Raketenwaffen), Boris Obnossow, teilte kürzlich mit, die ersten luftgestützten Hyperschall-Raketen könnten in Rußland noch vor 2020 produziert werden. In großen Stückzahlen sollen sie dann in den 2030er bis 2040er Jahren an die Streitkräfte ausgeliefert werden. (mü)

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3 Comments

  1. Realität schreibt:

    Gratulation nach Russland! Ihr könnt euch Zeit lassen. Die Bundeswehr ist erst noch damit beschäftigt mit dem ADAC Flugstunden für Hubschrauberpiloten auf ADAC-Helikoptern zu organisieren, weil von den Bundeswehrfluggeräten kaum etwas zuverlässig fliegt. Auch für die Frauen und Gender-Soldaten braucht es kaum eine Waffe. Sie schalten sich früher oder später selbst aus. Spätestens psychisch wegen Burn-out. Vielleicht stecken sie auch noch so manchen deutschen Mann damit an. Nochmals Gratulation-schön wenn es eine funktionierende Regierung und Armee gibt!

  2. Dr. ALTENBURGER schreibt:

    Nachdem Russlands Nachbarn große Natopartys abhalten und ehemalige gute Nachbarn verrückt spielen, Erdolf jeden Tag wo anders hinschießt, werde ich noch zum Putin-Versteher ?

  3. Eidgenosse schreibt:

    Das Wettrüsten ist wieder voll im Gange und das Ergebnis wird sein, dass diese Waffen da oder dort auch eingesetzt werden. Im kalten Krieg führte man heisse Stellvertreterkriege, die Tausende das Leben kosteten.
    Wenn die Russische Aufrüstung zu einem Gleichgewicht mit der wahnsinnigen US Aggression führt – gut, falls aber nicht werden die US-Zündler auch militärisch versuchen die Geopolitik zu ihren Gunsten zu steuern. Und nachdem ja bereits ein Haufen NATO-Truppen an der Russichen Grenze stehen, ist auch klar wer dann viel abkriegt – Deutschland natürlich, das während des gesamten kalten Krieges als Schlachtplatz erkoren war.

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