Israel macht ernst: Erste Ausweisungsbescheide an Schwarzafrikaner verschickt

6. Februar 2018
Israel macht ernst: Erste Ausweisungsbescheide an Schwarzafrikaner verschickt
International
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Tel Aviv. Israel macht mit seiner rigorosen Abschiebepolitik ernst. Die ersten von rund 40.000 schwarzafrikanischen Zuwanderern, die das Land verlassen sollen und erfordelrichenfalls unter Zwang aus dem Land gebracht werden sollen, haben jetzt von der israelischen Einwanderungsbehörde ihre Ausweisungsbescheide erhalten. Eine Sprecherin des Innenministeriums bestätigte einschlägige Medienberichte.

Die Ausweisungsbescheide sollen an unverheiratete, kinderlose Männer übergeben werden, die ihre Aufenthaltsgenehmigung verlängern wollen. In dem Brief werden sie den Angaben zufolge aufgefordert, Israel binnen zwei Monaten zu verlassen, anderenfalls drohe ihnen Gefängnis. Wer bis Ende März freiwillig geht, soll dagegen umgerechnet 2.800 Euro und ein Flugticket bekommen.

Die Zeitung „Times of Israel” berichtete unter Berufung auf ranghohe Mitarbeiter der Gefängnisbehörde, es gäbe erforderlichenfalls nicht genug Zellen für Tausende von „Flüchtlingen“, die sich der Ausweisung widersetzen könnten.

Israel betrachtet die vor allem aus Eritrea und dem Sudan stammenden Migranten als illegale Einwanderer. Asylanträge werden nur in extrem seltenen Fällen bewilligt.

Die jetzt betroffenen Ausweisungskandidaten zählen zu rund 60.000 Schwarzafrikanern, die bis zur Errichtung eines Grenzzaunes zu Ägypten nach Israel gekommen sind. 20.000 sind nach Behördenangaben bereits abgeschoben worden. (mü)

 

Bildquelle: Flickr/Metropolico.org/CC-BY-SA-2.0

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Ein Kommentar

  1. akizur schreibt:

    Wozu ihnen noch Geld und ein Flugticket spendieren? Wer hat denn bisher ihren Aufenthalt in Israel bezahlt? Die Herreise haben sich diese Invasoren ja auch selbst finzanzieren können. Also sollen sie auch ihre Heimreise selbst bezahlen.
    Sie einfach durch eine Tür im Zaun nach Ägypten treiben, dann erspart Israel sich die Zellen.

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