Grenzen des guten Geschmacks: Bar-Besitzer will Strache und Hofer nicht bedienen

6. Februar 2018
Grenzen des guten Geschmacks: Bar-Besitzer will Strache und Hofer nicht bedienen
Kultur & Gesellschaft
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Wien. Auch im benachbarten Österreich verlieren politisch korrekte Gutmenschen angesichts jüngster FPÖ-Erfolge offenbar zunehmend die Nerven. Jetzt sorgt im Tiroler Sölden ein Barbesitzer für Schlagzeilen und Unmut, der keine „Nazis“ in seinem Lokal haben möchte und deshalb den FPÖ-Spitzenpolitikern Strache und Hofer demonstrativ Hausverbot erteilt hat – mit einem Plakat an der Eingangstür seiner Bar, das neben zwei Hakenkreuzen ein Bild von Hofer und Strache zeigt. Darunter ist zu lesen: „Wir müssen draußen bleiben!”

Jetzt gehen die Wogen hoch, denn viele sehen sich durch das Verbotsschild an Zustände in früheren Diktaturen erinnert. So postete der Tiroler FPÖ-Landtagsabgeordnete und Jurist Markus Abwerzger auf Facebook: „Erinnert mich an die dunkelsten Zeiten unserer Geschichte. Unfaßbar!”

Für FPÖ-Chef Strache ist es nicht das erste Lokalverbot: ihn wollte der Rindfleisch-König Ewald Plachutta, mit dessen Tochter Daniela der FPÖ-Chef verheiratet war, nach dem Ende der Ehe nicht mehr in seinen Lokalen bewirten. Der damalige FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky argumentierte damals ähnlich wie jetzt sein Tiroler Parteikollege Abwerzger. „Solche Ausgrenzungen gab es schon einmal in unseligen totalitären Zeiten”, warnte Vilimsky in einer Presseerklärung.

Auch FPÖ-Minister Hofer machte bereits ähnliche Erfahrungen: ein Wiener Kaffeehaus hatte sich im Frühjahr 2016 mit einer Tafel an der Eingangstür an Hofers Wähler im österreichischen Präsidentschafts-Wahlkampf mit der Botschaft gewandt: „Wenn du bei diesen 35% dabei bist, geh doch BITTE einfach weiter. DANKE.“ (mü)

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3 Comments

  1. Aristoteles schreibt:

    Das Problem ist nicht so sehr die rassistische Diskriminierung der Konservativen durch die Pseudo-Bunten,
    sondern umgekehrt der Umstand, dass es den Ureinwohnern Europas nicht gestattet wird, untereinander zu leben (Zwangsöffnung).
    Auf dieses (scheinbare) Paradoxon gilt es hinzuweisen.

    • JM schreibt:

      Leider wollen viele Ureinwohner Europas nicht untereinander leben. Doch die aus meiner Sicht Verdorbenen stellen eine noch große Zahl dar, die mit jedem neuen „Einzelfall“ geringer wird.

  2. akizur schreibt:

    Was haben sich die europäischen GUtmenschen aufgeregt, als es in Südafrika noch Schilder gab: Zutritt nur für Weisse. Und in den USA: Schwarze werden hier nicht bedient. Wo ist nun ihr Gutmenschentum? Die Bar und das Kaffeehaus sollten wegen Inländerdiskriminierung geschlossen werden.

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