Liederbuch-Affäre: FPÖ-Politiker Landbauer tritt von allen Ämtern zurück

2. Februar 2018
Liederbuch-Affäre: FPÖ-Politiker Landbauer tritt von allen Ämtern zurück
National
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Wien. Der niederösterreichische FPÖ-Spitzenmann Udo Landbauer, der wegen der Liederbuch-Affäre in die Schußlinie geraten ist,  zieht nun doch Konsequenzen und hat am Donnerstag alle politischen Ämter abgegeben. Landbauer hatte erst am letzten Sonntag bei der niederösterreichischen Landtagswahl ein hervorragendes Ergebnis eingefahren.

FPÖ-Generalsekretär Vilimksy würdigte Landbauers Rücktritt als einen „sehr mutigen Schritt eines untadeligen und aufrechten Politikers”. Dieser sei „unwissend und unschuldig Opfer einer politischen und medialen Hetze” geworden. Sobald die Vorwürfe aufgeklärt seien, stehe das Angebot „der völligen politischen Rehabilitierung”, erklärte Vilimsky. Es sei „ein Akt politischer und auch menschlicher Größe, alle politischen Funktionen zurückzulegen”, um bis zur restlosen Klärung aller Vorwürfe „weder der Partei noch einer positiven Reformallianz in Niederösterreich” im Wege zu stehen, so der FP-Generalsekretär.

Vizekanzler und FPÖ-Chef Strache erklärte, er nehme die Entscheidung Landbauers, seine Ämter niederzulegen, „mit großem Respekt und menschlicher Anerkennung zur Kenntnis”. Auch Kanzler Kurz sprach von „richtigen Konsequenzen”. Darüber hinaus würden die Ermittlungen fortgeführt und „jeder, der sich etwas zuschulden hat kommen lassen, ist mit der vollen Härte des NS-Verbotsgesetzes zu bestrafen”, bekräftigte Kurz in einer schriftlichen Stellungnahme.

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