Interpol warnt: Tunesische IS-Kämpfer sickern in Italien ein

2. Februar 2018
Interpol warnt: Tunesische IS-Kämpfer sickern in Italien ein
International
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Rom. Die Kopfabschneidermiliz „Islamischer Staat“ (IS) bleibt gefährlich. Jetzt hat Interpol Alarm geschlagen und eine Liste von 50 mutmaßlichen IS-Kämpfern veröffentlicht, die in den vergangenen Monaten mit „Flüchtlings“booten nach Italien gekommen sind und die jetzt versuchen könnten, andere EU-Länder zu erreichen. Dabei handelt es sich um tunesische Staatsbürger, berichtete der britische „Guardian”.

Die Liste der Verdächtigten wurde dem italienischen Innenministerium bereits am 29. November übermittelt. Dieses habe die Liste den europäischen Anti-Terrorismus-Behörden weitergeleitet. Nach UNO-Informationen sollen sich Tausende Tunesier dem IS angeschlossen haben. Nach den Niederlagen der IS-Terrormiliz in Syrien und im Irak sollen viele von ihnen versucht haben, Europa zu erreichen.

Vier verdächtige Tunesier auf der Interpol-Liste seien den europäischen Anti-Terrorismus-Behörden bekannt, berichtet der „Guardian“. Einer von ihnen soll die italienisch-französische Grenze überquert und Gard im südlichen Frankreich erreicht haben. Die meisten Tunesier sollen im Zeitraum zwischen Juli und Oktober 2017 an Bord von Fischerbooten Sizilien erreicht haben. Der italienische Innenminister Minniti hatte zuletzt wiederholt vor der Gefahr gewarnt, daß IS-Kämpfer versuchen könnten, an Bord von „Flüchtlings“booten nach Europa zu gelangen.

3000 Tunesier haben allein seit Juli die Küste nahe der sizilianischen Stadt Agrigent erreicht. Die italienischen Behörden konnten bisher nur 400 von ihnen identifizieren. Im gesamten Jahr 2017 wurden dem italienischen Innenministerium zufolge 5500 Tunesier nach ihrer Landung in Italien identifiziert. (mü)

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3 Comments

  1. Olsen schreibt:

    Tut Interpol auch was oder warnt Interpol immer nur? Gewarnt hat die NPD schon vor vielen Jahren. Getan hat keiner was.

  2. Bernd Sydow schreibt:

    Der islamistische Attentäter vom Berliner Weihnachtmarkt, Anis Amri, war bekanntlich tunesischer Staatsbürger. Er war den deutschen Sicherheitsbehörden als gefährlicher Krimineller seit langem bekannt und hätte längst festgenommen werden müssen, was aber nicht geschah.

    Es kann nun mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, daß angesichts scheunentoroffener Grenzen tunesische IS-Terroristen – sozusagen „Kollegen“ von Amri – sich längst in Deutschland tummeln. Sollten unsere Sicherheitsbehörden wieder dermaßen total versagen wie im Fall Amri, na dann gute Nacht!

  3. Charlie schreibt:

    Zitat von Prof. nd Bevölkerungswissenschaftler Hennig Birg.

    „Bilanziert man die fiskalischen Auswirkungen der Zuwanderung ist eine deut-
    liche Umverteilung von den Einheimischen zugunsten der Zugewanderten fest-
    zustellen. Von Zuwanderung profitiert in erster Linie der Migrant und nicht
    der Staat.“

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