Trump verhängt Importzölle: Jetzt doch Handelskrieg zwischen EU und USA?

31. Januar 2018
Trump verhängt Importzölle: Jetzt doch Handelskrieg zwischen EU und USA?
Wirtschaft
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Brüssel/Washington. US-Präsident Trump macht ein Wahlversprechen wahr – er hat jetzt erste Strafzölle für die Einfuhr von EU-Produkten in die USA verhängt. Die EU, die Protektionismus und Handelskriege offiziell strikt ablehnt, will reagieren. Man sei vorbereitet, um auf eventuelle Einschränkungen des Handels durch die USA schnell zu reagieren, erklärte jetzt ein Sprecher der EU-Kommission. Zudem wies er Kritik von US-Präsident Donald Trump an EU-Handelspraktiken zurück. „Es geht nicht um Gewinner und Verlierer. Wir hier in der EU denken, daß Handel ein Win-Win sein kann und sollte.” Gleichzeitig sollte der Austausch von Waren und Dienstleistungen fair und regelbasiert ablaufen.

Trump hatte zuletzt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die EU-Handelsbestimmungen als „sehr unfair” kritisiert. „Wir bekommen unsere Produkte nicht hinein. Es ist sehr, sehr schwer. Und dennoch senden sie ihre Produkte zu uns – keine Steuern, sehr geringe Steuern. Das ist sehr unfair”, hatte er am Sonntag dem britischen Sender ITV gesagt. Trump hatte Zölle auf den Import von Solaranlagen und Waschmaschinen verhängt und mit weiteren Zöllen gedroht. (mü)

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Ein Kommentar

  1. Wolfsrabe schreibt:

    Meines Verständnisses nach (bitte korrigieren falls nötig) hatten Zölle ursprünglich die Aufgabe, Land A davor zu schützen, daß Land B gleiche Waren billiger produzierend nach Land A exportieren kann, so daß in Land A die Produzenten derselben Waren pleite gehen und Land A bei lebenswichtigen Waren in die Abhängigkeit von Land B gerät.

    Wenn dies grob richtig ist, würde ich vorschlagen, wir schließen die Grenzen um Deutschland, führen Zölle ein, produzieren das wichtigste (Nahrung, Strom) wieder vollständig selbst sofern möglich und importieren nur das, was wir nicht selbst produzieren können – in Sachen Nahrung beispielsweise Südfrüchte – diese können oder sollten ruhig teurer als einheimische Früchte sein, denn nur würden Transportwege und die Arbeit der Südländer auch vernünftiger gewürdigt werden.

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