Moskau über russisch-amerikanische Beziehungen: „Eine der größten Enttäuschungen des Jahres“

2. Januar 2018
Moskau über russisch-amerikanische Beziehungen: „Eine der größten Enttäuschungen des Jahres“
International
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Moskau/Washington. Da wird man dem Kreml schwer widersprechen können: das schlechte Verhältnis zu den USA sei eine der größten Enttäuschungen des Jahres gewesen, verlautete jetzt aus russischen Regierungskreisen. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert Putin-Sprecher Dmitri Peskow mit der Feststellung: „Die Haltung, die Washington zu unserem Land einnimmt, kann nur Bedauern hervorrufen.“ Er fügte hinzu, daß Präsident Putin wiederholt zu einem Dialog bereit gewesen sei. „Doch man braucht zwei für einen Tango.“

Auch aus Washington verlautete wiederholt, das Verhältnis mit Moskau habe einen Tiefpunkt erreicht. Allerdings wird in US-Kreisen dabei in der Regel verschwiegen, daß es die neugewählte Trump-Regierung war, die trotz völlig entgegengesetzter Ankündigungen im Wahlkampf bald nach Trumps Wahl ins Weiße Haus den Konfrontationskurs der Vorgängerregierung nahezu bruchlos fortsetzte.

Über die Zukunft der russisch-amerikanischen Beziehungen im neuen Jahr wagt niemand Prognosen. Beobachter urteilen allerdings übereinstimmend, daß sich am derzeit frostigen Klima wenig ändern dürfte, so lange sich US-Präsident Trump im Zugriff der augenblicklich tonangebenden Hintergrundkreise in Washington befindet. Erst kürzlich hatte Trump überraschend und ohne Not Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt und damit ein klares Signal seiner geostrategischen Verpflichtungen ausgesandt. (mü)

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