Österreichischer Integrationsfonds: Stimmung gegenüber Muslimen verschlechtert sich weiter

3. Dezember 2017
Österreichischer Integrationsfonds: Stimmung gegenüber Muslimen verschlechtert sich weiter
National
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Wien. Auch im benachbarten Österreich hat sich die Stimmung muslimischen Zuwanderern gegenüber verschlechtert. Einer aktuellen Umfrage zufolge sieht eine deutliche Mehrheit der Österreicher inzwischen eine islamische Parallelgesellschaft und spricht sich für strengere Kontrollen von islamischen Einrichtungen aus.

Dieser Befund geht aus der regelmäßigen Befragung des Meinungsforschers Peter Hajek im Auftrag des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) hervor. Rund die Hälfte der 1000 Befragten betrachtet demnach das Zusammenleben mit Zuwanderern als negativ. Dabei ist eine weitere Verschlechterung der Stimmung gegenüber der letzten Befragung im Frühjahr 2017 zu erkennen. Drei Viertel der Befragten halten inzwischen eine Parallelgesellschaft für gegeben, die von den meisten Österreichern mit dem Islam in Verbindung gebracht wird. Drei Viertel der Befragten vertreten außerdem die Auffassung, der Islam gehöre nicht zu Österreich.

Acht von zehn Befragten sprechen sich für strengere Kontrollen von Moscheen aus, um möglichen Radikalisierungstendenzen entgegenzuwirken. 86 Prozent fordern eine strengere Kontrolle möglicher Auslandsfinanzierungen von Moscheen. 84 Prozent sprechen sich auch für eine strengere Kontrolle islamischer Kindergärten aus.

Besondere Brisanz entfalten die Ergebnisse angesichts der Perspektive, daß der Anteil von Muslimen auch in Österreich in der Zukunft weiter – möglicherweise drastisch – ansteigen dürfte. Eine solche Prognose enthüllte erst dieser Tage eine aktuelle US-Studie, wonach sich der Anteil der Muslime in Österreich bis 2050 glatt verdreifachen könnte, von derzeit rund sieben Prozent auf fast 20 Prozent. (mü)

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Ein Kommentar

  1. Bernd Sydow schreibt:

    Dieses Umfrageergebnis spiegelt in etwa das Nationalratswahlergebnis vom Oktober diesen Jahres wider. Die Österreicher in ihrer großen Mehrheit besinnen sich wieder auf das „Wir und die Anderen“. Daß es in Österreich ebenso wie in Deutschland eine islamische Parallelgesellschaft gibt, steht doch außer Zweifel! Denn Hauptmerkmal einer ethnisch-kulturellen „Parallelgesellschaft“ ist eine weitverbreitete Verweigerungshaltung ihrer Angehörigen zur Integration in die Kultur der Mehrheitsgesellschaft.

    Welchem Land gehört die Loyalität der muslimischen Zuwanderer aus dem Orient? Daß es die Aufnahmeländer Österreich und Deutschland in der Regel nicht sind, zeigen immer wieder Umfragen sowie ihr Auftreten in der Öffentlichkeit. Bei einer schwarzgewandeten Muslima mit Burka o.ä. beispielsweise kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß sie mit der österreichischen beziehungsweise deutschen Leitkultur absolut nichts am Hut hat.

    Neben der Frage, was in den Moscheen, den islamischen Schulen und Kindergärten vorgeht, die es in Österreich mit steigender Tendenz gibt, wäre generell auch jene interessant, in welchem Geist die dort und bei uns in Deutschland lebenden muslimischen Eltern ihre Kinder erziehen. Eine diesbezügliche Untersuchung ist jedenfalls mir nicht bekannt.

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