Trump twittert wieder – London empört: „May soll sich lieber um islamischen Terrorismus in London kümmern“

1. Dezember 2017
Trump twittert wieder – London empört: „May soll sich lieber um islamischen Terrorismus in London kümmern“
International
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Washington. US-Präsident Donald Trump hat sich erneut bei den politisch Korrekten in die Nesseln gesetzt. Diesmal, weil er über Twitter Videos der britischen Rechtspartei Britain First verbreitet hatte. Die Aufnahmen sind schon länger im Netz. In einem Video wird ein Junge auf Krücken zusammengeschlagen. Ein anderes zeigt, wie eine Gruppe Menschen einen jungen Mann von einem Dach drängt. Im dritten Video zerstört ein bärtiger Mann eine Marienstatue. In den Beschreibungen von Britain First wird darauf hingewiesen, daß es sich bei allen Tätern um Muslime handelt.

Die britische Regierung zeigte sich verärgert über die neuen Präsidenten-Tweets. Der Sprecher von Premierministerin May erklärte: „Es ist falsch vom US-Präsidenten, das getan zu haben“. Britain First versuche, die britische Gesellschaft durch den Gebrauch „haßerfüllter Erzählungen“ zu spalten. „Die britische Gesellschaft lehnt diese vorurteilsbehafteten Phrasen der Rechtsextremen mehrheitlich ab.“ Denn diese seien das Gegenteil von „Anstand, Toleranz und Respekt“ – Werte, für die Großbritannien einstehe.

Die Replik aus dem Weißen Haus ließ nicht lange auf sich warten. Zunächst wies die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, darauf hin, daß die Videos eine „reale Bedrohung“ zeigten. Es gehe um die Notwendigkeit der nationalen Sicherheit und militärischer Ausgaben. „Das sind sehr reale Dinge, es gibt nichts Falsches daran.“

Daraufhin meldete sich Trump selbst zu Wort und legte nach: die britische Premierministerin solle sich lieber um den „zerstörerischen radikalen islamischen Terrorismus“ in Großbritannien kümmern. (mü)

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3 Comments

  1. Olsen schreibt:

    Wo er Recht hat, hat er Recht. Wäre nicht schlecht, wenn er der Merkel mal einen Rüffel erteilt.

  2. Bernd Sydow schreibt:

    Es war und ist weitverbreitete Praxis bei den Mördern des Islamischen Kalifatsstaates, Videos ihrer grausamen Verbrechen ins Internet zu stellen – wie seinerzeit die Käfig-Verbrennung des Piloten eines abgeschossenen jordanischen Kampfjets bei lebendigem Leibe.

    Diese – nun von Nicht-Muslimen kommentierte – Wieder-ins-Netz-Stellung ausgewählter radikal-islamischer Gewaltvideos durch British First als „haßerfüllte Erzählungen“ beziehungsweise „vorurteilsbehaftete Phrasen“ zu bezeichnen, ist völlig absurd, schließlich handelt es sich hier um reale Grausamkeiten und haßerfüllte Taten von verbrecherischen Muslimen! Und entspricht es etwa (nicht nur) britischen Werten wie Anstand, Toleranz und Respekt, wenn diese unbestreitbaren Tatsachen gegenüber der britischen Bevölkerung, die ebenso wie alle anderen ein Recht auf umfassende Information hat, totgeschwiegen werden, wie es die politisch korrekten Mainstream-Medien – Totschweigen ist ein Teil von bewußt praktizierter Unwahrheit! – in der Regel zu tun pflegen?

  3. Scripted Reality schreibt:

    Wahrheit tut weh.
    Wären auf dem Video die Täter einem bestimmten politischen Spektrum zuzurechnen, dann hätten wir hier rund um die Uhr Top-Meldungen in allen Medien samt Empörungsbeauftragten.
    So aber war es die übliche Fraktion, die ihren Glauben ausgelebt und ihre Machtansprüche demonstriert hat.
    Toleranz bis zur Selbstaufgabe – cui bono?

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