Konsequenz eines Zerwürfnisses: „Die Patrioten“ machen dem Front National Konkurrenz

1. Dezember 2017
Konsequenz eines Zerwürfnisses: „Die Patrioten“ machen dem Front National Konkurrenz
International
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Paris. In Frankreich gibt es am rechten Rand des politischen Spektrums Bewegung. Dort hat der frühere stellvertretende Parteichef des Front National, Florian Philippot, eine eigene, klar EU-kritische Partei gegründet.

Der Schritt gilt unter Beobachtern als längst überfälige Konsequenz aus anhaltenden Querelen zwischen FN-Chefin Marine Le Pen und ihrem früheren Vize. Philippot war von der Parteivorsitzenden nach der Präsidentschaftswahl ein Gutteil Mitschuld am mageren Abschneiden des FN attestiert worden, und er war von Marine Le Pen seiner Parteiämter enthoben worden. Daraufhin revanchierte sich Philippot mit der Gründung einer eigenen Partei mit dem Namen „Die Patrioten“.

Der 38jährige Politiker betont, er wolle mit der Neugründung den FN nicht ersetzen, wolle aber die soziale Lücke füllen, die durch die Ausrichtung des Front National inzwischen dort entstanden sei. Darüber hinaus strebe die neue Formation vor allem den „Frexit“ an, den Austritt Frankreichs aus der EU.

Im Februar will Philippot einen großen Gründungskongreß veranstalten. 5000 zahlende Mitglieder zählt die neue Partei bereits, darunter viele inzwischen beim Front National ausgetretene Mitglieder, unter ihnen 70 Stadträte, 30 Regionalräte und neben Philippot noch zwei weitere Europaabgeordnete. Inzwischen haben die „Patrioten“ dem FN auch einen Parlamentsabgeordneten abspenstig gemacht. (mü)

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3 Comments

  1. omasbioladen schreibt:

    Teile und (be)herrsche den Widerstand. Ich weiß nicht ob in Zeiten der Krise eine Zersplitterung der Rechten als patriotisch gezeichnet werden kann. Im Übrigen gibt es für Patriotismus auch einen Deutschen Begriff: Vaterlands- oder Heimatliebe.

  2. Südwester schreibt:

    Der politische Gegner wird sich freuen.

  3. Scripted Reality schreibt:

    Es ist wie in der BRD der Neunziger, als die Etablierten sich freuten , es könne nicht genügend Rechte Parteien geben.

    Republikaner sind de facto fertig, die DVU ist in der NPD aufgegangen.
    Alle rechten Parteien haben das Zeitliche gesegnet, die NPD hat es überstanden.Jetzt ist die AfD mal dran, zumindest bis sie gespalten wird.

    Es ist immer das gleiche Spiel: erst dringt man in rechte Parteien ein, dann unterwandert man sie und dann kann man sie nach Bedarf spalten-steuern-vernichten.

    Die Medien und deren Meister werden in Frankreich wie vor der Wahl alle Register ziehen.

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