US-Militär widerspricht russischem Dresden-Vergleich: „Wir sind nur an 0,3 Prozent der zivilen Opfer schuld“

29. Oktober 2017
US-Militär widerspricht russischem Dresden-Vergleich: „Wir sind nur an 0,3 Prozent der zivilen Opfer schuld“
International
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Washington. Die USA und ihre Verbündeten im Nahen Osten wollen nicht als Kriegsverbrecher dastehen. Deshalb hat die US-geführte Anti-Terror-Koalition jetzt dem russischen Verteidigungsministerium mit Blick auf die Kämpfe um das zurückeroberte Raqqa widersprochen. Das Koalitionskommando ist mit der Einschätzung des russischen Außenministeriums, die das Vorgehen der internationalen Allianz mit dem Bombardement Dresdens im Jahr 1945 verglichen hatte, nicht einverstanden. Moskau hatte der US-geführten Anti-IS-Koalition vorgeworfen, Raqqa dem Erdboden gleichgemacht zu haben. Die syrische Stadt habe das Schicksal von Dresden im Jahr 1945 ereilt.

Dazu erklärte jetzt der US-Oberst Ryan Dillon als Sprecher der US-geführten Koalition gegenüber Journalisten: „Wir bemühen uns stärker denn je zuvor, Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden.“ Der Schaden, der der Stadt zugefügt worden sei, gehe komplett auf das Konto der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). „Von all den Munitionen, die wir im Laufe von drei Jahren abgeworfen haben, führten weniger als ein Prozent, genauer gesagt 0,3 Prozent, zu Zivilopfern“, sagte der Oberst.

Die Zerstörung der zivilen Infrastruktur in Raqqa erklärte er damit, daß die Stadt seit mehr als fünf Jahren Schauplatz der bewaffneten Auseinandersetzung zwischen mehreren Konfliktseiten sei. (mü)

 

Bildquelle: Wikimedia/Deutsche Fotothek/CC BY-SA 3.0 de (Bildformat bearbeitet)

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