Keine Entspannung in Sicht: Erdogan-Berater erinnert an die Türken vor Wien

28. Oktober 2017
Keine Entspannung in Sicht: Erdogan-Berater erinnert an die Türken vor Wien
International
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Ankara. Erneut unmißverständliche Worte aus Ankara: nach der Freilassung des deutschen „Menschenrechtlers“ Peter Steudtner am Mittwoch hat der türkische Staatschef Erdogan eine erneute Drohung an die Adresse der Europäer ausgesprochen. Er ließ dabei seinen Chefberater Yigit Bulut im TV poltern.

Dieser sagte wörtlich: „Unsere Vorfahren standen schon einmal vor Wien.“ Es sei nicht leicht, loszuziehen und nach Wien zu marschieren, sagte Bulut.

Beobachter registrieren, daß trotz der Entlassung des deutschen Menschenrechtlers, die Bundesaußenminister Gabriel schon als Zeichen der Entspannung interpretierte, die Hoffnung auf eine Normalisierung der deutsch-türkischen Beziehungen eher Wunschdenken ist. Auch die Vermutung kursiert, daß für Steudtners Freilassung eher die alte Freundschaft zwischen Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder und Erdogan verantwortlich sei. Beim Besuch des damaligen Kanzlers kurz vor Ende seiner Amtszeit in der Türkei, erklärte Erdogan, damals Ministerpräsident, Schröder habe selbst „in den kritischsten“ Zeiten zu Ankara gestanden: „Das werden wir nicht vergessen“, hieß es. Schröder bezeichnete Erdogan kurz danach als einen „lieben Freund“. (mü)

 

Bildquelle: Wikimedia/Kremlin.ru/CC BY 4.0

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