Neuer Trumpf im Seekrieg: Russische „Zirkon“-Hyperschallrakete läßt Gegner alt aussehen

26. Oktober 2017
Neuer Trumpf im Seekrieg: Russische „Zirkon“-Hyperschallrakete läßt Gegner alt aussehen
International
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Moskau. Unter Militärexperten sorgt die neue russische seegestützte Hyperschallrakete vom Typ 3M22 „Zirkon“ für Gesprächsstoff. Sie wurde jüngst erstmals erprobt und soll in den kommenden Jahren sukzessive bei der russischen Marine eingeführt werden.

Die „Zirkon“-Rakete ist rund zehn Meter lang und hat eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern. Sie wird seit 2016 getestet. Im vergangenen April erreichte die Rakete eine Geschwindigkeit von 9.800 Stundenkilometern, das ist das Achtfache der Schallgeschwindigkeit. Russischen Militärexperten zufolge wird die „Zirkon“-Rakete bereits in absehbarer Zeit zum wichtigsten Trumpf der russischen Marine in einem möglichen Kampf gegen US-amerikanische Flugzeugträger werden.

Die neue Rakete soll ihre Vorgänger „Kalibr“ und „Onyx“ ersetzen und die seegestützte Luftabwehr potentieller Gegner weitestgehend wirkungslos machen. Angesichts der rasanten Geschwindigkeit der Rakete ist eine Abwehr mit den derzeit gebräuchlichen Waffensystemen unmöglich. Nach Experteneinschätzungen wird es in den nächsten zwölf bis 15 Jahren kein Abwehrmittel gegen die „Zirkon“-Rakete geben.

Schon 2018 – 2020 sollen mit dem „Zirkon“-System nicht nur große, sondern auch kleinere Schiffe der russischen Maringe ausgestattet werden. Das bedeutet, daß potentielle Gegner einschließlich moderner amerikanischer Flugzeugträger und ihre Begleitschiffe schlagartig sehr viel verwundbarer werden.

Mit „Zirkon“-Raketen sollen unter anderem Atom-U-Boote des Projekts „Husky“ der fünften Generation und U-Boote „Jassen-M“ des Typs 885M sowie die schweren atomgetriebenen Raketenkreuzer „Admiral Nachimow“ und „Pjotr Weliki“ (Foto) bestückt werden. Auch der einzige russische Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ soll nach der Modernisierung „Zirkon“-Raketen bekommen. (mü)

 

Foto: Royal Navy/MOD

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