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Tillerson spricht Klartext: China ist der Hauptfeind

Washington. US-Außenminister Rex Tillerson hat im Vorfeld seiner großen Asien-Reise Klartext gesprochen und China relativ unumwunden als Feind Nummer eins gebrandmarkt.

Bei zwei Auftritten im National Space Council und im Center for Strategic and International Studies forderte Tillerson – der Nachrichtenagentur Reuters zufolge – die wichtigsten Anrainer-Länder Chinas dazu auf, sich dem Einfluß Pekings zu widersetzen und zu diesem Zweck die militärische Kooperation mit den USA zu suchen.

Wörtlich sagte der US-Chefdiplomat: „Die USA sind an konstruktiven Beziehungen zu China interessiert. Aber wir werden nicht Chinas Herausforderungen an die Ordnung ignorieren, die sich auf gewisse Regeln stützt. China zerstört zudem die Souveränität seiner Nachbarländer und belastet dadurch die USA und unsere Freunde.“ Und weiter: „Indien und die USA sollten andere Länder mit Mitteln zur Verteidigung ihrer Souveränität versorgen und ihnen helfen, engere Kontakte miteinander zu pflegen und ihre Interessen in der Region laut zu verkünden.“ Besonders wichtig sei dies angesichts der Ereignisse im Südchinesischen Meer, wo Pekings „provokantes Vorgehen zur Verletzung der Völkerrechtsnormen führt, die die USA und Indien unterstützen.“

Eine Reaktion aus Peking kam prompt: die chinesische Botschaft in Washington wies Tillersons Anschuldigungen zurück und unterstrich, daß Peking alles Erdenkliche für die Festigung der Weltordnung unternehme. (mü)