UNESCO ist angeblich „anti-israelisch“: USA treten aus der UN-Kulturorganisation aus

13. Oktober 2017
UNESCO ist angeblich „anti-israelisch“: USA treten aus der UN-Kulturorganisation aus
International
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Washington/Paris. Die USA werden zum 31. Dezember 2017 aus der UN-Kulturorganisation UNESCO austreten – unter anderem mit der gewöhnungsbedürftigen Begründung, die Organisation sei „anti-israelisch“. Das geht aus einer Erklärung des US-Außenministeriums hervor. Die US-Regierung ist auch der Auffassung, daß die UNESCO eine „grundlegende Reform“ brauche.

UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova sei formell über die Entscheidung der US-Regierung unterrichtet worden, hieß es.

Hintergrund der eigenartigen Begründung, mit der Washington einmal mehr seine fundamentale Verbundenheit mit dem Judenstaat zum Ausdruck bringt, ist unter anderem der Streit über die Aufnahme Palästinas in die Organisation. Bokowa bedauerte die Entscheidung Washingtons zutiefst. Die Entscheidung sei ihr offiziell von US-Außenminister Rex Tillerson mitgeteilt worden. Der Austritt sei für „die Familie der Vereinten Nationen“ und für den Multilateralismus ein Verlust, sagte Bokowa in Paris, wo die UNESCO ihren Sitz hat.

Die USA, die auch im Rahmen der UNESCO bei zahlreichen Streitigkeiten mit arabischen Ländern immer wieder als mächtiger Sachwalter israelischer Interessen auftraten, haben ihre Zahlungen an die Organisation bereits 2011 gestoppt. Im Sommer 2017 sorgte dann die Entscheidung der UNESCO, die Altstadt von Hebron zum palästinensischen Weltkulturerbe zu erklären, für zusätzliche Empörung in Israel – und offenbar auch im gleichgetakteten Washington.

Inzwischen zog auch Israel nach und erklärte seinerseits den Austritt aus der UNESCO. (mü/sp)

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5 Comments

  1. willi schreibt:

    Eine UNESCO die ein Volk anerkennt, welches nie ein Volk sondern einfach nur eine Ansammlung terrorbereiter gewaltaffiner Araber war und ist und welches seit Jahrzehnten und auch heute unverändert zur vernichtung anderer tatsächlicher Völker aufruft, ist eine Schande für die aufgeklärte Menschheit!Jeder Staat, der sich den Menschenrechten verschreibt, muß aufgrund dieses Skandals diese linksextreme Vereinigung verlassen. Wer diese arabischen Terroristen im nahen Osten anerkennt und protegiert ist selbst Terrorist!

  2. ALI BABA schreibt:

    haben ihre Zahlungen an die Organisation bereits 2011 gestoppt“. EBEN, BESSER ES IST, DAS GELD FUER DIE WAFFENINDUSTRIE AUSSZUGEBEN, WEIL DIE USA VON ALLEN SEITEN BEDROHT SIND..!!!UND DIESE SITUATION VERTIEFT SICH BLITZSCHNELL VON JAHR ZU JAHR…/HA HA /.

    • Realität schreibt:

      Die Europäer und Amerikaner sind eher von Moslems wie Sie bedroht. Palestina ist ein künstliches Identifikationsgebilde des (politischen) Islams. Wer Israel auslöschen will, es täglich mit Raketen beschießt und es als Verpflichtung ansieht Israelis zu töten, kann von einer halbwegs seriösen Organisation nicht auch noch anerkannt werden. Es ist ein moslemisch-taktisches Vorgehen, weltweit übrigens, vordergründet für die christliche Bevölkerung, links und Menschenrechte einfordernd und mahnend aufzutreten, aber dann im Hintergrund den Terror gegen sie zu billigen und zu unterstützen. Mit dem Moslem-Bonus ist ein für allemal Schluss Freundchen. Ab nach Anatolien!

  3. Mike Hunter schreibt:

    wer einmal mit UNO Organisationen zu tun hatte und einen Einblick gewinnen konnte, weiß, dass hier Seilschaften in großem Stil Gelder hauptsächlich für Unsinn verballern.

  4. Bernd Sydow schreibt:

    Die seinerzeitige Entscheidung der UNESCO, die Altstadt von Hebron zum ‚palästinensischen Weltkulturerbe‘ zu erklären, zeugt angesichts der brisanten geopolitischen Situation, in der sich Israel seit seiner Gründung befindet, von einer erstaunlichen Instinktlosigkeit. Diese Entscheidung ist meiner Auffassung nach aber keineswegs anti-israelisch, auch nicht pro-palästinensisch, sondern schlichtweg dumm (Ein Gegenvorschlag am Schluß des Kommentars).

    Werfen wir doch mal einen Blick zurück in die tiefe Vergangenheit. Hebron ist eine Stadt des Alten Testaments der Bibel, also aus einer Zeit, in der dort und dem umgebenden Land vornehmlich das Volk der Israeliten lebte. In alten Karten der Bibel wird dieses westlich des Jordan (einschließlich Totes Meer) gelegene Gebiet ‚Palästina‘ bezeichnet. Allerdings gab es ‚die Palästinenser‘ nach unserem heutigen Verständnis noch gar nicht, sondern außer den Israeliten – dem von Jahwe (Schöpfergott) auserwählten Volk – lediglich nomadisierende Beduinen und eine phönizische Minderheit.

    Unbestritten dürfte indes sein, daß Hebron eine altjüdische Stadt ist, aber ebenso unbetritten, daß die (rebellischen) Juden dieses Landes etwa 70 n. Chr. von den römischen Besatzern aus Palästina vertrieben wurden und (ungefähr) erst Anfang des 20. Jahrhunderts allmählich zurückkehrten. Den von Theodor Herzl herbeigesehnten jüdischen Staat gab es dann 1949 mit Israel. Fairerweise muß erwähnt werden, daß die dort lebenden Araber nun ein ähnliches Schicksal ereilte wie 70 n. Chr. die Juden.

    Also wie man sieht eine ziemlich komplexe Materie. Vielleicht hätte die UNESCO besser daran getan, Hebrons Altstadt zum „Weltkulturerbe des Heiligen Landes“ zu erklären.

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