Weg vom Dollar: Rußland verdoppelt Bildung von Goldreserven

10. Oktober 2017
Weg vom Dollar: Rußland verdoppelt Bildung von Goldreserven
International
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Moskau. Die russische Zentralbank (CBR) setzt weiter auf Abkoppelung vom Dollar-Weltwährungssystem und hat die Anschaffung von Goldreserven im letzten Jahrzehnt mehr als verdoppelt. 1250 Tonnen Gold kamen hinzu, um sich von ausländischen Währungen, insbesondere dem US-Dollar unabhängig zu machen. Anschaffungen ausländischer Währungen werden weiter reduziert.

Falls sich der Trend auf gleiche Weise fortsetze, würden im laufenden Jahr mehr als 200 Tonnen Gold eingekauft. Dies entspräche den russischen Ankäufen aus beiden Vorjahren 2015 und 2016 zusammengerechnet. Dem „World Gold Council” zufolge ist Rußland derzeit nicht nur der größte Abnehmer von Gold, sondern auch der weltweit drittgrößte Produzent des Edelmetalls. Die Zentralbank erwirbt das Gold von heimischen Gruben über kommerzielle Banken.

Allein in den vergangenen zehn Jahren hat Rußland mehr als 2000 Tonnen Gold abgebaut. Für das laufende Jahr wird eine Produktion von mehr als 300 Tonnen prognostiziert. Bis 2030 wird sich diese Zahl auf 400 Tonnen erhöhen, so Sergey Kashuba, Vorsitzender der russischen Goldproduzenten-Union. (mü)

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3 Comments

  1. Fernglas schreibt:

    Kluge Leute, die Russen. Und die Amis mit ihren Vasallen wollen solch ein Land mit ein paar Sanktionen in die Knie zwingen! Weiß eigentlich irgend jemand, wo die amerikanischen Goldreserven gelandet sind, die als Folge der Kriegsprofite des 1.Weltkrieges angehäuft wurden? Welchen Wert stellt dieser eigenartige US-Dollar überhaupt dar? Wenn diese Monopoly-Währung irgendwann zusammenbricht, sind auch die USA und ihre unerträgliche Dominanz erledigt.

    • Fackelträger schreibt:

      Um diese Monopoly-Währung Dollar „stabil“ zu halten, bedarf es des Goldes gar nicht. Erstens besorgen das die rund um den Erdball kreuzenden US-Flugzeugträger. Diese bilden ein deutliches Signal an alle Länder, die aus dem Dollar aussteigen wollen.
      Zweitens sind die Menschen des „Westens“ so materialistisch und Geld-gläubig erzogen worden, dass sie einen irrationalen, nahezu unerschütterlichen Glauben an den Götzen Geld und dessen „Allmacht“ haben. Unbeeindruckt davon, dass es sich ja nur um bunt bedrucktes Papier oder um Buchungszeilen handelt!
      Deshalb können die USA Dollars drucken, soviele sie brauchen. Denn jeder will sie haben und ist bereit, dafür so manches zu tun…

      • Patriot schreibt:

        Es braucht gar keine zusätzlich gedruckten Scheine mehr. Es werden einfach in der Datenbank ein paar Nullen an die Geldmenge angehängt und fertig.

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