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Marseille-Attentäter: Sieben verschiedene Identitäten, eine Festnahme, aber keine Abschiebung

Paris. Erneut ein Fall von eklatantem Behördenversagen bei der Terrorabwehr: der IS-Attentäter, der am Sonntag in Marseille zwei Frauen mit einem Schlachtermesser getötet hat, verfügte nach Angaben der Staatsanwaltschaft über stattliche sieben Identitäten, war der Anti-Terror-Einheit aber unbekannt.

Zudem wurde bekannt, daß der 30jährige Nordafrikaner, der beim Attentat erschossen wurde, kurz vor der Tat wegen eines Ladendiebstahls festgenommen worden war. Die Ermittlungen wurden dann aber eingestellt und der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt, weil die örtliche Präfektur „nicht in der Lage gewesen” sei, die Ausweisung des Mannes aus Frankreich anzuordnen, teilte Staatsanwalt Molins mit.

Laut französischen Medienberichten soll der Mann keine Aufenthaltsberechtigung gehabt haben. Nun macht bei Politikern und Medien die Frage die Runde, warum der Mann, der nach seiner Mordtat von Soldaten erschossen wurde, nicht festgehalten und abgeschoben wurde. (mü)