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Die Russen sind schuld: Transatlantiker-Denkfabrik macht Kreml für Katalonien-Eskalation verantwortlich

Madrid. Skurril – transatlantische Kreise verbreiten jetzt die Behauptung, Rußland stecke auch hinter der Eskalation der Katalonien-Krise. Diese Anschuldigung findet sich in einem aktuellen Bericht der größten spanischen Zeitung „El Pais“, die sich auf „Analysen“ der „Alliance for Securing Democracy“ des transatlantischen German Marshall Fund bezieht.

Russische Medien, so die Behauptung, instrumentalisierten den Konflikt um das Streben nach Unabhängigkeit in Katalonien, „um Europa zu destabilisieren”. Nach angeblichen Eingriffen, um den Brexit zu fördern, Trump an die Macht zu bringen, Le Pen in den französischen Wahlen oder auch die AfD in Deutschland zu stärken, sei die „russische Online-Beeinflussungsmaschine” nun in Katalonien aktiv geworden, um die Madrider Regierung und in weiterer Folge die EU aus dem Tritt zu bringen.

Wörtlich heißt es, die russische „Beeinflussungsmaschine” arbeite in „voller Geschwindigkeit“. Brett Schaffer von der „Alliance for Securing Democracy“ erklärt gegenüber „El Pais“, die perfide Strategie der „pro-russischen Beeinflussungsmaschine” sei es, „Informationen zu schaffen, die manchmal real und manchmal ein Fake sind”. Rußland verfolge auch nicht das Ziel, daß Katalonien unbedingt autonom wird, Rußland wolle aber „Brüche erzeugen, um langsam die Demokratie und die Institutionen Europas zu untergraben”. (mü)