Korea-Konflikt: Seoul stellt „Enthauptungs-Einheit“ für den Ernstfall auf

6. September 2017
Korea-Konflikt: Seoul stellt „Enthauptungs-Einheit“ für den Ernstfall auf
International
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Seoul. Im Windschatten der aktuellen Eskalation im Nordkorea-Konflikt zeichnen sich neue militärische Lösungsansätze ab. Jetzt will die südkoreanische Regierung Medienberichten zufolge eine eigene Spezialeinheit ins Leben rufen, deren Aufgabe es sei, „die Führung des Regimes in Pjöngjang einschließlich Kim Jong Un zu eliminieren.” Die Einheit soll eng mit US-Spezialkräften wie den Navy-Seals kooperieren.

„Wir sind jetzt in der Phase der Konzipierung”, bestätigte Verteidigungsminister Song Young Moo einschlägige Medienberichte. „Ich glaube, wir können eine solche Enthauptungseinheit bilden und bis zum 1. Dezember operationsfähig machen.”

Im Falle eines nordkoreanischen Nuklearangriffs könnte nach Einschätzung von Experten das Gegenkonzept darin bestehen, Nordkorea mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern gefechtsunfähig zu machen. Darüber hinaus sollen konventionelle Waffensysteme Raketenabschußrampen, Nuklearanlagen und unterirdische Kommandostände zerstören.

Das Risiko eines Nuklear-Konflikts mit Nordkorea ist nach Ansicht von UN-Generalsekretär Antonio Guterres die derzeit „gefährlichste Krise” der Welt. Der UN-Chef verurteilte den nordkoreanischen Atomtest vom Sonntag. (mü)

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2 Comments

  1. hans schreibt:

    Mit der Weisheit “ Leben und leben lassen“ gäbe es gar kein Problem in Korea. nut leider leider Nord-Korea und auch der Iran sind die letzten Länder die noch keine Rothschild-hörige Staatsbank haben, und das darf nicht sein.

    Die letzten Länder ohne Rothschild waren Afghanistan, Irak, Lybien und Syrien, was mit denen passiert ist ….. kennen wir ja.

  2. Bernd Sydow schreibt:

    Nordkorea ist auf dem Weg zu einer Atommacht. Trotzdem halte ich die Gefahr eines nordkoreanischen Nuklearangriffs für relativ gering. Denn was würde das bringen? Die westlichen Mächte – USA ist NATO-Mitglied – würden nuklear zurückschlagen. Die nordkoreanischen Städte würden zerstört werden, unter der Bevölkerung gäbe es Millionen Tote und Strahlenopfer, zudem würde die Gammastrahlenverseuchung großer Landesteile dazu führen, daß politische Führung und Nomenklatura über längere Zeit ihre Atombunker nicht verlassen können.

    Wozu also dieses nukleare „Säbelrasseln“? Um das zu erhellen, muß man sich die dortigen Lebensverhältnisse, den Alltag der Bevölkerung anschauen. Privateigentum (bei der Normalbevölkerung) ist verpönt, es herrscht extreme Mangelwirtschaft; fast alles, was dort geschieht, vollzieht sich im Kollektiv. Daß es nicht längst zu Volksaufständen gekommen ist, liegt einerseits an der Geheimpolizei (Orwells „1984“), andererseits daran, daß die Menschen von klein an einer massiven Indoktrination und Gehirnwäsche unterzogen werden.

    Kurzum, es ist die Hölle. Und um das nordkoreanische Volk von dieser Hölle abzulenken, demonstriert die politische Führung militärische Stärke – man schaue sich mal die Militärparaden an – und betreibt außenpolitische Unverfrorenheit. Das alles hat es freilich bei früheren erzkommunistischen Diktaturen auch gegeben.

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