Messerattacke von Hamburg: Behördenpannen im Fall Ahmad A.

1. August 2017
Messerattacke von Hamburg: Behördenpannen im Fall Ahmad A.
Kultur & Gesellschaft
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Hamburg. Erneut kam es im Zusammenhang mit einem islamistischen Attentat offensichtlich zu einer Behördenpanne. Demnach sollte der Hamburger Attentäter Ahmad A. kurz nach seiner Einreise nach Deutschland im Frühjahr 2015 nach Norwegen abgeschoben werden. Dort hatte er bereits erfolglos einen Asylantrag gestellt und hätte nach den Regeln des Dublin-Systems dorthin zurückgeschickt werden müssen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) verpaßte jedoch die Frist für das Rücknahme-Ersuchen offenbar um einen Tag. Daher weigerte sich Norwegen den Mann zurückzunehmen.

Im November letzten Jahres lehnte schließlich auch das Bamf seinen Asylantrag nach eineinhalb Jahren ab. Eine Abschiebung scheiterte daran, daß er keinen Paß besaß und die palästinensische Mission in Deutschland noch keine Ersatzpapiere für ihn ausgestellt hatte.

Am vergangenen Freitag schließlich tötete der „Flüchtling“ in einem Edeka-Markt im Hamburger Stadtteil Barmbek mit einem Messer einen 50 Jahre alten Mann, sieben weitere Menschen wurden verletzt, ehe Passanten den Angreifer überwältigen konnten. Seit dem hockt der islamistische Täter in Untersuchungshaft. Gegenüber den Ermittlern hat der 26Jährige ausgesagt, er habe darauf gehofft, bei der Messerattacke als islamischer Märtyrer zu sterben. (tw)

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