Piraten-Politiker feiert Kopfschuß auf Polizistin – „So ein Tag, so wunderschön wie heute“

14. Juni 2017
Piraten-Politiker feiert Kopfschuß auf Polizistin – „So ein Tag, so wunderschön wie heute“
Kultur & Gesellschaft
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Potsdam. „Wunderschön“ findet es anscheinend der Potsdamer Piraten-Poltiker Thomas Goede, wenn einer Polizistin in den Kopf geschossen wird. „So ein Tag, so wunderschön wie heute. Weg mit dem Bullendreck. Ich mach mal den Champus auf #ACAB („All Cops Are Bastards“ = dt.: Alle Polizisten sind Bastarde, Anm. d. Verf.)“, twitterte Goede als am Dienstvormittag in München-Unterföhring einer Polizistin in den Kopf geschossen wurde und sie mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus mußte. Ihr Zustand ist bis heute kritisch.

Mehrere Strafanzeigen gegen den Piraten-Politiker sind bereits bei der Polizei eingegangen, die nun ermittelt. Der 29jährige Ingenieur kandidiert im September auf der Brandenburger Landesliste der Piratenpartei für die Bundestagswahl. Außerdem war er bis Mittwochnacht Ersatzrichter für das Partei-Schiedsgericht, von dem Amt ist er inzwischen zurückgetreten. Ein Parteiausschlußverfahren findet vorerst nicht statt, dafür seien Ordnungsmaßnahmen gegen den 29Jährigen verhängt worden. „Wir möchten uns für diesen Vorfall bei der verletzten Polizistin, ihrer Familie und Freunden, sowie den vielen Polizisten, die jeden Tag für den Dienst an der Gesellschaft eintreten, in aller Form entschuldigen und wünschen eine baldige und vollständige Genesung“, schreiben die Vorsitzenden in einer Pressemitteilung.

Auch die Deutsche Polizeigewerkschaft Berlin teilte mit: „Ungläubiges Entsetzen bei uns. Wie können Menschen, einem anderen sowas wünschen?“ Derweil hat Goede seinen Twitter-Account, auf dem er unter anderem Mitarbeiter des Jobcenters als „Fehlgeburten“ bezeichnete, auf privat gestellt. Von Einsicht scheint aber keine Spur vorhanden zu sein: „Viele finden die Reaktion scheiße, aber keiner macht sich Gedanken, warum sowas entsteht. Menschen halt“, schrieb Goede als Antwort auf die Kritik bei Twitter. (tw)

 

(Bild: Sceenshot, flickr; CC By 2.0)

(Bild: Sceenshot, flickr; CC By 2.0)

2 Comments

  1. reiner tiroch schreibt:

    der Mann hat doch nicht alle! und sowas ist auch noch Politiker? der obendrein auch noch für den Bundestag kanditiert? hoffentlich wählt den keine Sau, denn auf solche Flaschen die nie was geleistet haben, kann der Bürger gerne drauf verzichten.
    wenn der mal die Polizei zur Hilfe braucht, wünsche ich ihm, dass dann die Kollegen der angeschossenen Polizistin anrücken. gell?
    im übrigen, imunität aufheben, alle verfehlungen öffentlich machen wäre das mindeste. mal sehen wie ehrlich der Kerl ist. lol. 1000x

  2. Bernd Sydow schreibt:

    Daß in der Piratenpartei Linksextremisten und Polizisten-Hasser vertreten sind, ist seit langem bekannt. Anfangs beschäftigte diese Partei sich noch hauptsächlich mit Problemen des Datenschutzes und wollte „frischen Wind“ in die Parlamente bringen, bis sie offensichtlich von diesen Leuten unterwandert wurde. Dieser Polizisten-Hasser, eine Schande für den Ingenieurs-Berufsstand, sollte umgehend von seiner Partei gefeuert werden!

    Der Vorgang der Unterwanderung erinnert übrigens an den Werdegang der Grünen, später Bündnisgrünen, die anfangs eine ökologisch-konservative Partei waren, bis sie in den 80ern von Mitgliedern des Kommunistischen Bundes Westdeutschlands und anderen linksextremistischen Gruppen okkupiert wurden. Daß sie bei Wahlen teilweise noch immer über 5 Prozent kommen, liegt wohl an ihrem grün-ökologischen Image.

    Und die Piratenpartei? Nun, es wird höchste Zeit, daß sie von der politischen Bildfläche ein für allemal verschwindet!

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