Ein Krematorium für die Leichenverbrennung: Wieder eine amerikanische Propagandalüge?

17. Mai 2017
Ein Krematorium für die Leichenverbrennung: Wieder eine amerikanische Propagandalüge?
International
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Washington. Beobachter fühlen sich an einen Auftritt des früheren US-Außenministers Colin Powell vor den Vereinten Nationen im Frühjahr 2003 erinnert. Powell hatte damals angebliche „Beweise“ für mobile irakische C-Waffen-Produktionsstätten präsentiert, die wenig später den Vorwand für den Einmarsch in den Irak abgaben. Längst weiß die Weltöffentlichkeit, daß es sich um gefälschte „Beweise“ handelte. Die angeblichen irakischen Massenvernichtungswaffen hat es nie gegeben, doch der damalige Präsident Bush jr. bekam seinen Irak-Krieg, der zur Entmachtung Saddam Husseins führte.

Jetzt wirft eine andere US-Regierung dem syrischen Präsidenten Assad den Massenmord an Gefangenen vor. Schlimmer noch, in einer Haftanstalt in Saidnaja nördlich der Hauptstadt Damaskus soll es sogar ein eigenes Krematorium geben, wo die Leichen ermordeter Häftlinge verbrannt werden sollen – zwecks Spurenvernichtung. Einschlägige „Beweise“ präsentierte das US-Außenministerium am Montag.

Es soll sich um Satellitenaufnahmen vom April 2017, April 2016, Januar 2015 und Januar 2013 handeln. In der Unterschrift unter einem der Bilder ist von „geschmolzenem Schnee auf einem Teil des Daches“ die Rede. Für US-Nahost-Abteilungsleiter Stuart Jones handelt es sich bei dem Gebäude um ein Krematorium. Mit der Anlage versuche die Assad-Regierung, „das Ausmaß der in Saidnaja verübten Massenmorde zu kaschieren“. Jones appellierte an den syrischen Staatschef, „die Greuel zu beenden“.

Erst im April hatte der neue US-Präsident Trump einen Stützpunkt der syrischen Luftwaffe mit Raketen beschießen lassen – als Vergeltung für einen angeblichen syrischen C-Waffen-Angriff, für den es noch immer keinerlei Beweis gibt. (mü)

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Ein Kommentar

  1. Monarchist schreibt:

    Zufällige Ähnlichkeiten mit der deutschen Geschichte sind (natürlich) rein zufällig.

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