Türkei sorgt für Empörung: Bundestagsabgeordnete dürfen Bundeswehrsoldaten nicht besuchen

15. Mai 2017
Türkei sorgt für Empörung: Bundestagsabgeordnete dürfen Bundeswehrsoldaten nicht besuchen
International
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Berlin. Die Türkei hat erneut mehreren Bundestagsabgeordneten einen Besuch bei den rund 260 deutschen Soldaten auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik verweigert. Als Grund wurde die positive Entscheidung über Asylanträge türkischer Offiziere in der Bundesrepublik Deutschland genannt, die als Erdogankritische Soldaten in der Türkei in Ungnade gefallen waren. Das Auswärtige Amt bezeichnete die nunmehrige Entscheidung, deutschen Parlamentariern den Besuch bei der Truppe zu versagen, als „absolut inakzeptabel“.

Außenamtssprecher Martin Schäfer kommentierte: „In dieser Lage müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie es weitergeht.“  Auch der Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Steffen Seibert, sagte: „Es muß selbstverständlich möglich sein, daß Abgeordnete des Deutschen Bundestages nach Incirlik reisen und dort die Truppe im Auslandseinsatz besuchen.“

Mehrere Politiker fordern bereits den Abzug der deutschen Truppen oder deren Verlegung an andere Standorte, etwa Jordanien oder Zypern. (tw)

5 Comments

  1. Lack schreibt:

    Die Bundeswehr soll abgezogen werden, dann doch nicht. dann wieder, dann doch nicht, dann wieder …
    Wer kann so ‚was noch ernst nehmen?
    Sie darf wohl nicht abgezogen werden …

  2. Dennis I. schreibt:

    Versagen von Merkel und Leyen auf ganzer Strecke.

  3. Trill schreibt:

    Da sieht man ,das unsere Regierung nicht für voll genommen wird auf der Welt.

  4. Fackelträger schreibt:

    Erdogan weiß genau, dass er machen kann, was er will. Je schlimmer und brutaler er sich gebärdet, desto mehr werden die EU-Marionetten angstvoll wimmern: Gerade DESHALB dürfe man doch erst recht nicht den Gesprächsfaden abreißen lassen bla bla bla.

    Denn im Kalergi-Hooton-Europa-Umvolkungsprojekt bildet die Türkei einen unverzichtbaren Bestandteil als Genetik- und „Kultur“-Reservoir. Da fährt die Eisenbahn drüber.

  5. Mark schreibt:

    Na, ob derartige Besuche von Politbonzen in Feldlagern so wichtig sind, bezweifle ich. Im übrigen wäre es höchste Zeit, die Jungs zurückzuholen, sie sind in einem Gebiet, wo die Bundeswehr einfach nichts zu suchen hat. Und als Hilfstruppen für eine fragwürdige, westliche Kriegspolitik sind sie einfach zu schade.

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