Ex-EU-Funktionär Verheugen: „Die EU ist nicht überlebensfähig“

14. Mai 2017
Ex-EU-Funktionär Verheugen: „Die EU ist nicht überlebensfähig“
International
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Berlin. Einer, der es wissen muß (und selbst ein gehöriges Stück Mitverantwortung trägt), spricht Klartext: der frühere Vizepräsident der EU-Kommission und EU-Kommissar Günter Verheugen (SPD) kritisierte jetzt in einem Interview mit der früheren SED-Zeitung „Neues Deutschland“ den aktuellen Zustand der EU. Mehr noch: Verheugen warnt unverblümt vor einem Zusammenbruch der Union, wörtlich: „In der Form, wie wir sie heute haben, ist die Europäische Union nicht überlebensfähig.

Als einen der Hauptverantwortlichen für die aktuelle Krise hat Verheugen die Bundesrepublik Deutschland ausgemacht: „Was die politischen Hauptströmungen hierzulande nicht sehen wollen, ist, daß Deutschland am derzeitigen Zustand der EU ein gehöriges Maß an Mitverantwortung trägt.“

Allerdings zielt Verheugen dabei nicht etwa auf die von der deutschen Kanzlerin verschuldete „Flüchltings“krise seit 2015 ab, sondern eher darauf, daß wegen der deutschen Finanzpolitik „insbesondere in einigen südlichen Mitgliedsländern Wachstumschancen nicht genutzt werden können und es im Ergebnis erhebliche soziale Verwerfungen gibt“.

Der frühere EU-Funktionär fordert deshalb, daß Deutschland endlich auf die Partner in der Union, gerade auch auf Frankreich, zugehen müsse. Um die globalen Probleme lösen zu können, müsse Europa als Einheit auftreten. „Aber die EU bringt das gemeinsame Gewicht, das wir tatsächlich haben, überhaupt nicht auf die Waagschale“, sagt Verhagen und kritisiert, daß in Brüssel nicht einmal der Versuch unternommen werden, die eigene europäische Stimme zu erheben. Wenn etwa die USA ohne UNO-Mandat Krieg führten, sei kaum Kritik aus der Europäischen Union zu vernehmen. „Die EU sagt dann, das sei verständlich. Für mich ist das nicht verständlich“, stellt Verheugen klar. (mü)

5 Comments

  1. Fackelträger schreibt:

    „Um die globalen Probleme lösen zu können müsse Europa…“(Zit. Verheugen)

    NEIN. Wir Europäer müssen keine „globalen Probleme“ lösen! Europa muss vor allem einmal den Ansturm von außen selbst überleben bei einer apokalyptisch niedrigen Geburtenrate und nahezu totalem Kulturverfall und dessen „Ersatz“ durch gehirnerweichende angloamerikanische Pop-Subkultur.

    Der Daseinszweck der weißen Europäer ist es NICHT, sich als Kulturdünger und Ordnungschaffer für die Weltrepublik verheizen zu lassen! Wir genügen uns selbst.

    • Emma D. schreibt:

      Völlig richtig! Die Eurokratenhirne müssen von ihrem globalistischen Größenwahn gereinigt werden, oder sie müssen entmachtet werden, um volksnah, national und regional wirkenden Leuten in Wirtschaft, Staat, Wissenschaft, Landesverteidigung, Bildungswesen und Medien Platz zu machen. Die transatlantische Nabelschnur (oder was immer das für eine neurotische Fessel ist) muss abgeschnitten werden, damit Europa, die USA, Südamerika, Afrika, der Orient und Asien zu sich selbst finden. Nur die wenigen objektiv globalen Angelegenheiten bedürfen globaler Absprache.

    • Reinhard schreibt:

      Bravo! Ihr Wort in Gottes Ohr.

    • karin f. schreibt:

      Volle Zustimmung ! Auch haben Sie etwas erwähnt, was 90% der Europäer vergessen haben:

      Wir sind Weiße ! Europa ist die Heimat Weißer Völker ! Diese Völker bilden Nationen !

      Wir Weißen sind mit nicht einmal 12% Anteil eine bedrohte Minderheit.

      Ein Moslem, oder ein negrider kann niemals Europäer sein!

  2. Bernd Sydow schreibt:

    Der Ex-EU-Kommissar Günter Verheugen war einstmals Mitglied der FDP. In dieser Partei fühlte er sich gut aufgehoben, besonders als sie zusammen in einer Regierung mit der SPD war (Ende 60er/Anfang 80er). Das änderte sich jedoch schlagartig, als die FDP Anfang der 1980er Jahre eine Regierungskoalition mit der Union einging. Medienwirksam wechselte er die Seite und trat in die SPD ein.

    Wenn Verheugen im Neuen Deutschland, einer orthodox linken Zeitung, nun davor warnt, die EU sei in ihrer heutigen Form nicht überlebensfähig, so spricht aus seiner Argumentation noch immer der sozialdemokratische Ungeist einer eindimensionalen Problem- und Weltsicht.

    Was er in Bezug auf Deutschland (sinngemäß) meint, ist: Deutschland trüge zur „Krise der EU“ dadurch wesentlich bei, weil es nicht bereit ist, bedingungslos weitere Zig-Milliarden an Steuermitteln in ein „Faß ohne Boden“, hauptsächlich Griechenland, zu versenken (Akif Pirincci nennt so etwas „Geldverbrennung“). Und Verheugens Befürchtung, daß „es (in den südlichen Mitgliedsländern) im Ergebnis erhebliche soziale Verwerfungen gibt“, ähnelt dem Wahlkampf-Credo der „Sozialen Gerechtigkeit“ des noch amtierenden (wie lange?) SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Seine (Verheugens) restlichen Ausführungen in diesem Interview entsprechen der typischen linken Selektionsargumentation.

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