Trotz Sanktionen: Deutsch-russischer Handelsaustausch legt kräftig zu

9. Mai 2017
Trotz Sanktionen: Deutsch-russischer Handelsaustausch legt kräftig zu
Wirtschaft
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Moskau/Berlin. Der deutsch-russische Warenverkehr hat deutlich zugelegt – trotz der anhaltenden westlichen Sanktionen gegen Rußland. In den ersten beiden Monaten 2017 stieg der Handel zwischen Deutschland und Rußland gegenüber dem Vorjahr um 43% auf 7,3 Mrd. US-Dollar (6,7 Mrd. Euro) an. Diese Zahl gab der Föderale Zolldienst (FTS) bekannt. Auch Kremlchef Putin nannte sie bei seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 2. Mai in Sotschi.

Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) begrüßt die positive Entwicklung des deutsch-russischen Handels. „Die aktuellen Handelszahlen decken sich auch mit dem Eindruck der deutschen Wirtschaft vor Ort, daß es wieder aufwärts geht“, sagt Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der AHK.

Laut einer aktuellen Umfrage der AHK Rußland und des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft zum Geschäftsklima in Rußland erwarten zwei Drittel der Unternehmen eine positive Entwicklung der russischen Wirtschaft 2017. 63% rechnen mit steigenden Umsätzen.

Die deutschen Exporte legten laut dem russischen Zollamt im Januar und Februar wertmäßig um 26,2 % auf 2,7 Mrd. Dollar (2,5 Mrd. Euro) zu, die russischen Exporte nach Deutschland um 55,1 %. In den ersten beiden Monaten 2017 hat sich der russische Außenhandel insgesamt deutlich erholt und ist im Vergleich zum Vorjahr um 33,7% gestiegen. Als Gründe werden unter anderem eine Erholung des Ölpreises bei gleichzeitigen Rekord-Ölexportmengen 2016 genannt. (mü)

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