Gut verdienen mit gefälschten Asylbescheiden: Ermittlungen gegen Mitarbeiter der österreichischen Asylbehörde

23. April 2017
Gut verdienen mit gefälschten Asylbescheiden: Ermittlungen gegen Mitarbeiter der österreichischen Asylbehörde
National
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Traiskirchen. Als ob die durchlässigen Grenzen nicht schon problematisch genug wären, gibt es immer wieder zusätzliche Schlupflöcher für Illegale, die nach Europa wollen. In Österreich ermittelt jetzt die Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen einen Mitarbeiter der Asylbehörde. Dieser soll „Flüchtlingen“ positive Bescheide gegen klingende Münze verkauft haben – und zwar für 2500 Euro pro Stück. Mutmaßlicher Tatort ist das „Flüchtlings“-Erstaufnahmezentrum Traiskirchen.

Konkret wird gegen einen Mitarbeiter der Regionaldirektion Niederösterreich des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl wegen des Verdachts der Bestechlichkeit ermittelt, bestätigte Oberstaatsanwältin Ingrid Maschl-Clausen. Der Verdächtigte war Sachbearbeiter der Regionaldirektion und soll gegen Beträge von bis zu 2500 Euro positive Asylbescheide und Aufenthaltstitel verkauft haben. Der Mann, der Spielschulden hatte, wurde bereits 2016 suspendiert, nachdem seine Machenschaften gemeldet wurden.

Aktuell ist die Anzahl der Verdachtsfälle noch gering. Es wird von Zahlen im einstelligen Bereich berichtet, hieß es seitens Staatsanwaltschaft. Jene „Flüchtlinge“, denen vorgeworfen wird, Bestechungsgeld gezahlt zu haben, sind ebenfalls Teil des Strafverfahrens. Ergeben sich Anhaltspunkte dafür, daß die im Bescheid dokumentierten Asylgründe nicht zutreffen, werden die Verfahren wiederholt. (mü)

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