Zeitgeistanbetung: Kirchen wettern gegen den AfD-Parteitag


Köln. Gegen den AfD-Parteitag am kommenden Wochenende in Köln machen nicht nur Linksextremisten aus dem gesamten Bundesgebiet, sondern auch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) mobil. Unter dem Motto „Unser Kreuz hat keine Haken“ will man sich mit Redebeiträgen an der Demonstration des linksradikalen Bündnis „Köln stellt sich quer“ beteiligen. Zusätzlich soll am Sonntag in Kölner Kirchen gegen die AfD gebetet werden. „Barmherziger Gott, wir leben aus deiner Zusage, daß jeder Mensch kostbar ist. Der Regenbogen, den du in die Wolken gesetzt hast, der österliche Bund des Friedens und der Versöhnung kennen keine Grenzen. Und doch erleben wir Menschenverachtung, Nationalismus und Intoleranz. Menschen werden als ‘Fremde’ ausgegrenzt. Gib uns Kraft, die Würde jedes Einzelnen zu achten. Erneuere und stärke uns alle durch den österlichen Blick des Friedens aufeinander“, heißt es in den Fürbitten.

Zusätzlich ist für Freitagabend ein „politisches Nachtgebet“ in der Evangelisch-Freikirchlichen Friedenskirche, die in der Nähe des Maritim-Hotels steht, geplant. Dort tagen die Delegierten der AfD. Kritik aus den eigenen Reihen hätt es laut dem evangelischen Stadtsuperintendenten Rolf Domning bislang nicht gegeben. „Gradmesser für die große Zustimmung in den Gemeinden ist die ungebrochene ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit“, sagte er. Die

Kölner Polizei rechnet mit insgesamt bis zu 50.000 Gegendemonstranten, darunter seien laut Polizeipräsident Jürgen Mathies auch „mehrere tausend Linksextremisten“ zu erwarten. (tw)