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Altbundespräsident Wulff: Multikulti ist „Reformation des 21. Jahrhunderts“

Wittenberg. Altbundespräsident Christian Wulff hat sich anläßlich einer Podiumsdiskussion in Wittenberg zum Thema „500 Jahre Reformation“ geäußert: der Multikulturalismus sei die notwendige Reformation des 21. Jahrhunderts. „Wir brauchen heute kein falsch verstandenes Gutmenschentum, aber auch nicht Rückzug und Angst, sondern Werte, feste Regeln des Zusammenlebens und Weltoffenheit“, sagte Wulff laut der evangelischen Nachrichtenagentur epd.

Für ihn kann Multikulti aber nicht als ein bloßes Nebeneinander der Kulturen und Religionen verstanden werden. Erneut sprach er sich öffentlich für die Moslems in Deutschland aus, die meisten ihm bekannten Anhänger des islamischen Glaubens setzten sich für ein gerechtes und demokratisches Zusammenleben ein. Allerdings würden dies nicht alle ihrer religiösen Führer tun, wie Wulff eingestehen mußte. (tw)