Wahlkampfversprechen eingelöst: Washington zahlt weniger Geld an UN-Bevölkerungsfonds

6. April 2017
Wahlkampfversprechen eingelöst: Washington zahlt weniger Geld an UN-Bevölkerungsfonds
International
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Washington. Die US-Regierung hat ein Wahlkampfversprechen wahrgemacht und stellt mit sofortiger Wirkung ihre Zahlungen an den Bevölkerungsfonds der UNO ein. Das teilte jetzt das amerikanische Außenministerium mit. Der Fonds, der seit fast 50 Jahren Bevölkerungsprogramme in mehr als 150 Ländern finanziert, unterstütze Programme für erzwungene Abtreibungen und Sterilisationen, begründete das Ministerium den Schritt. Allerdings ist die Trump-Regierung nicht die erste US-Administration, die die Mittel für die UN-Behörde kappt.

Der Bevölkerungsfonds bedauerte die Entscheidung Washingtons und wies die Vorwürfe auf seiner Webseite zurück. Seine Aufgabe sei es, „sicherzustellen, daß jede Schwangerschaft erwünscht ist, jede Geburt sicher und das Potential jedes Kindes erfüllt wird“.

UNO-Organisationen wie der Bevölkerungsfonds finanzieren sich durch freiwillige Zahlungen der Regierungen. 2015 waren die USA mit 75 Millionen Dollar (rund 70 Millionen Euro) der viertgrößte Geldgeber des Fonds. Mit ihrem Zahlungsstopp machte die Regierung Trump erstmals ihre Drohung wahr, die Mittel für die Vereinten Nationen zu kürzen. (mü)

 

Bildquelle: Flickr.com/sanjit
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Ein Kommentar

  1. Eidgenosse schreibt:

    Mag schon sein, dass Trump ein paar unwichtige Dinge umsetzt, aber….. Inzwischen ist klarer, dass von Trump keine entscheidenden positiven Impulse ausgehen werden.
    Zunächst waren wir gespannt, ob Trump das Militärbudget kürzt. Tat er nicht, es wird um 10% erhöht auf fast 700 Mrd. USD. Ungeheuer! Wen macht er zum Finanzminister: Einen Goldman Sachs Banker – toll. Dann das hin und her Gehample bezüglich Russland und Syrien. Inzwischen ist klar, dass Trump auf die Mainstream-Linie einschwenkt und ggf. einen Konflikt mit Russland in Syrien riskiert. Er kam jetzt ausgerechnet nicht auf die Idee, dass der Giftgasangriff mal wieder Fake-News war. Zusätzlich lamentiert seine UNO-Botschafterin als wäre sie eine (Fake) Journalistin der NY Times.

    Bannon ist er am abhalftern und seine ursprünglichen Hardliner sind nicht mehr vorhanden. Stattdessen rennt seine Tocher im Weissen Haus herum und sein jüdischer Schwiegersohn scheint das grosse Wort zu führen.
    Last und least belässt er die kriminellste Bande – Federal Reserve – unbehelligt.
    Vermutlich hat er plötzlich bemerkt, dass eine Kugel für viele billiger ist als Auseinandersetzungen mit einem Wutbürger im Weissen Haus.
    Wenn ich mich nicht völlig täusche wird Trump garnichts auf den Weg bringen, was zu etwas Positivem in dieser Welt beitragen könnte. Übrigens habe ich das von Anfang an befürchtet. Daher habe ich auch alle „Rechten“ nicht verstanden die glaubten den Trump-Sieg als Revolution sehen zu müssen. Von den Amis kam noch NIE etwas Brauchbares nach Europa herüber und das wird – leider – auch so bleiben.

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