Unzuverlässige Doppelstaatler: Österreich rätselt über Zahl der Doppelstaatsbürgerschaften

16. März 2017
Unzuverlässige Doppelstaatler: Österreich rätselt über Zahl der Doppelstaatsbürgerschaften
National
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Wien. In Österreich gewinnt angesichts der eskalierenden Spannungen mit der Türkei die Frage illegaler österreichisch-türkischer Doppelstaatsbürgerschaften an Brisanz. Für Verunsicherung sorgt dabei das Eingeständnis der österreichischen Bundesregierung, daß nicht einmal die Zahl dieser Doppelstaatsbürgerschaften bekannt sei. Dies sei ein „unhaltbarer Zustand”, wird der österreichische Bundeskanzler Kern in Medien zitiert. Es müsse diesbezüglich besser kontrolliert werden.

Offiziell war am Montag bekannt geworden, daß es über die illegalen österreichisch-türkischen Staatsbürgerschaften nur Schätzungen gibt. Genannt wurde eine geschätzte Zahl von 10.000 Doppelstaatsbürgerschaften – es könnte aber auch ein Mehrfaches davon sein. Die Unklarheit wird von den Behörden damit erklärt, daß man aus der Türkei keine Daten bekomme. Zumeist erführen die staatlichen Organe in Österreich nur zufällig, daß jemand beide Staatsbürgerschaften besitzt.

Für deutlich stärkere Kontrollen haben sich vor diesem Hintergrund jetzt der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ausgesprochen. Strache schlug vor, daß Kontrollen vor türkischen Konsulaten in Österreich durchgeführt werden könnten. In weiterer Folge könnte das auch zum Entzug der österreichischen Staatsbürgerschaft führen. Dadurch würde auch das Interesse türkischer Politiker sinken, in Österreich auf Wahlkampftournee zu gehen. (mü)

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2 Comments

  1. hans schreibt:

    „doppelte Staatsbürgerschaft“ = der grösste Unnsinn.
    man kann nun mal nur für ein Land sein.

  2. Michael Rotter schreibt:

    Komisch, das ist bei uns ganz ähnlich. Ich erinnere mich, dass die Bayern zu beginn des Milleniums von 150.000 bis 170.000 Türken sprachen, die nach Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft sich sofort nach erhalt der Urkunde, ihren türkischen Pass zurückgeholt habe. Nach deutschem Recht bedeutet dies automatisch den Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit, weil mit Abholung des türkischen Lappens ein Antragserwerb stattgefunden hat. Die rotgrüne Bundesregierung hat das dann rechtswidrig unter den Teppich gekehrt. Passiert ist nichts. Das ist nur eines von vielen Beispielen was uns RotGrün angetan hat! Wer könnte das wieder wollen?

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