Britischer Ex-Oberst für Umstrukturierung der NATO: Israel, Japan, Singapur und Indien aufnehmen

16. Februar 2017
Britischer Ex-Oberst für Umstrukturierung der NATO: Israel, Japan, Singapur und Indien aufnehmen
International
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London. Der frühere britische Oberst Richard Kemp, vormals Kommandeur des britischen Afghanistan-Kontingents, hat zu einer Neuorientierung der NATO aufgefordert. Kemp gibt darüber hinaus US-Präsident Donald Trump recht, der das westliche Militärbündnis im Wahlkampf als „obsolet“ bezeichnet hatte. Geboten sei jetzt in erster Linie die Bekämpfung des Terrorismus.

In einem Beitrag im britischen „Daily Telegraph“ wird Kemp mit den Worten zitiert:: „Die NATO sollte anerkennen, daß wir alle von extremistischen islamischen Kräften aller Art angegriffen werden. Die NATO muß den Kampf gegen den islamischen Terrorismus als ihre Kernaufgabe sehen. Wir müssen uns verteidigen, um die Freiheit unserer Länder zu erhalten.“

Eine Reform des Militärbündnisses müsse rasch erfolgen. Andernfalls könne es zu einem „sich beschleunigender Bedeutungsverlust“ kommen. In Teilen sei eine Erweiterung um neue Mitgliedsländer wünschenswert: „Um die westliche Welt besser zu sichern, muß die NATO neue Mitgliedsländer einladen, die ähnlich wie wir sind in der Verteidigung unserer Werte und bereit sind, einen Teil der Last in diesem zivilisatorischen Kampf zu tragen.“

Konkret denkt der britische Ex-Militär, der seine Ansichten in dem Pressebeitrag zusammen mit Rafael Baraji, einem ehemaligen israelischen Sicherheitsberater der spanischen Regierung und Direktor der „Freunde Israels“, vortrug, dabei an Israel, Japan, Singapur und Indien. (mü)

 

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3 Comments

  1. Denker schreibt:

    Wer sich Israel in der NATO wünscht, der möchte wohl einen baldigen Bündnisfall.
    Wahrscheinlich ist der General a.D. schon so alt und kinderlos, dass es ihm egal ist, ob der 3.WK schon bald ins Haus steht.

  2. S. Horst schreibt:

    Ausgerechnet einer aus Britannien? Diese Typen sind doch seit Jahrhunderten aggressive Einmischer und Kolonialisten! Nach dem WK2 haben sie den Orient destabilisiert und allmählich ruiniert, seitdem den USA ein schlechtes Vorbild. Ob und wieweit britische und US-amerikanische Bürger hinter der Kriegslust der Upper Classes stehen, wäre zu erforschen.

  3. S. Horst schreibt:

    Das Projekt „Westliche Welt“ ist zumindest insofern gescheitert, als es ohne Massenproduktion von Elend sogar in seinem Binnenraum und ohne Rohstoffraub außerhalb seines Raumes nicht auskommt. Gorbatschows Urbild vom „Haus Europa“ könnte ein Ausweg sein. Andere Regionen können und müssen sich selbst organisieren.

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