Obama läßt eskalieren: Erste US-Panzer in Bremerhaven angekommen

10. Januar 2017
Obama läßt eskalieren: Erste US-Panzer in Bremerhaven angekommen
International
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Bremerhaven. Die NATO setzt auf Konfrontation. Jetzt haben die ersten US-Panzer, die als „Abschreckung“ nach Osteuropa verlegt werden sollen, Bremerhaven erreicht, von wo aus sie weiter nach Osten transportiert werden. Es ist der größte NATO-Aufmarsch seit Ende des Kalten Krieges.

In Bremerhaven entluden seit Mittwoch zwei Transportschiffe Fahrzeuge und Material. Der Großverband wird mit logistischer Hilfe der Bundeswehr per Bahn- und Straßentransport weiter nach Polen verlegt. Von dort aus soll das Material laut US-Armee teilweise in die baltischen Staaten sowie nach Bulgarien und Rumänien veriteilt werden. Das Kontingent soll in wenigen Wochen einsatzbereit sein. Die US-Regierung hatte im Oktober angekündigt, ab 2017 im Rahmen der Operation „Atlantic Resolve” permanent eine zusätzliche Kampfbrigade nach Europa zu schicken.

Während der künftige US-Präsident Donald Trump eine Verbesserung der Beziehungen zu Rußland anstrebt, erklärte der Oberkommandierende der US-Streitkräfte in Europa, Ben Hodges, im „Spiegel“ demonstrativ „Kontinuität“. Er beruft sich dabei auf einen Brief, den einflußreiche Senatoren von Demokraten und Republikanern an Trump geschrieben hätten und worin die Aufrechterhaltung der NATO-Abschreckung in Osteuropa gefordert worden sei. Deshalb sei er sicher, sagte Hodges dem „Spiegel“: „Wir bleiben hier, und wir bleiben die Führungsnation in der NATO.”

Die Bundeswehr unterstützt den jetzt angelaufenen US-Truppentransport. Als Drehscheibe dient die Logistikschule in Garlstedt bei Bremerhaven. Dort sind zeitweise auch fast 400 US-Soldaten stationiert, die die Weiterverlegung organisieren. Der Transport der insgesamt rund 2500 Fahrzeuge und Frachtcontainer erfolgt unter anderem mit 900 Eisenbahnwaggons. Im Bremerhavener Hafenareal gab es unter dem Motto „Kein 3. Weltkrieg!“ eine Spontandemonstration gegen die amerikanische Truppenverlegung, über die in den etablierten „Qualitätsmedien“ allerdings nur marginal berichtet wurde. (mü)

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