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Marine Le Pen erneut auf Rußland-Kurs: „Es war keine illegale Annexion“

Paris. Die Präsidentschaftskandidatin des Front National, die Europaabgeordnete Marine Le Pen, hat einmal mehr unterstrichen, daß sie den Anschluß der Krim an die Russische Föderation im März 2014 als „nicht illegal“ empfindet. Das erklärte die FN-Chefin jetzt in einem Interview mit dem Pariser Fernsehsender BFM TV.

Wörtlich sagte die Rechtspolitikerin: „Ich glaube absolut nicht, daß es eine illegale Annexion war. Es gab ein Referendum. Die Bewohner der Krim wollten Rußland beitreten.“ Marine Le Pen bezeichnete die Krim als festen Bestandteil Rußlands: „Ich habe nicht das Recht, das Referendum infrage zu stellen.“

Auch in der Vergangenheit äußerte sich Marine Le Pen mehrfach positiv über die russische Außenpolitik im Bezug auf die Krim-Frage. So bestehe eine „ziemlich klare und sogar ziemlich glaubhafte Chance“, daß Frankreich die Halbinsel Krim unter der Führung von Le Pen als Teil Rußlands anerkennen werde.

Kritiker bringen die prorussischen Aussagen der FN-Chefin prompt mit angeblichen russischen Krediten an den Front National in Verbindung. So wird der republikanische US-Abgeordnete Mike Turner von Medien mit den Worten zitiert: „Im Februar 2016 hat der FN Rußland um einen Kredit in Höhe von 30 Millionen Dollar gebeten, um die Präsidentschaftskampagne 2017 von Marine Le Pen zu finanzieren. Im Mai hat Le Pen in einem Interview erklärt, im Fall ihres Sieges die Krim als Teil des russischen Territoriums anerkennen zu wollen.“ Daß Marine Le Pen von der Politik des russischen Präsidenten Putin ehrlich überzeugt sein könnte, ist für den US-Abgeordneten offenbar nicht vorstellbar. (mü)