Moskau und Budapest praktizieren den Schulterschluß: Putin besucht Ungarn im Februar

9. Januar 2017
Moskau und Budapest praktizieren den Schulterschluß: Putin besucht Ungarn im Februar
International
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Moskau/Budapest. Schulterschluß unter Patrioten: der russische Präsident Putin wird Ungarn am 2. Februar einen Besuch abstatten. Das teilten ungarische Medien jetzt mit. Putin weilte 2015 in Budapest, während der ungarische Premier Viktor Orbán 2016 in Moskau empfangen wurde. Damit käme es seit 2015 bereits zur dritten Begegnung zwischen Putin und Orbán, meldete die Zeitung „Blikk“.

Auf der Tagesordnung sollen offiziell die Erweiterung des ungarischen Kernkraftwerks Paks und die Neuverhandlungen der Kreditkonditionen des Projekts Paks-2 stehen. Der russische Atomkonzern Rosatom war von Ungarn ohne Ausschreibung mit dem Bau der zwei neuen Blöcke von Paks-2 beauftragt worden. Die Kosten sollen zum Großteil durch einen Staatskredit in Höhe von zehn Milliarden Euro gedeckt werden, den Rußland bereitstellt. Aber auch der Bau einer neuen Gaspipeline könnte auf der Agenda stehen, damit die Gasversorgung Ungarns nicht über das Dauerkrisenland Ukraine erfolgen müsse, berichtet „Blikk“.

Beobachter mutmaßen, daß sich die beiden Staatschefs darüber hinaus auch in Sachen Zuwanderungspolitik austauschen werden. Hier steht Ungarn mit seiner strikten Grenzen-dicht-Politik gegen die westeuropäischen EU-Staaten und gegen Brüssel, während sich der Kreml ebenfalls vom Gedanken der nationalen Sicherheit leiten läßt. (mü)

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4 Comments

  1. S. schreibt:

    Kein Kommentar. Geist- und Zeitverschwendung. Wird nicht veröffentlicht.

  2. Lore schreibt:

    Freut mich,Orban ist mit den anderen OstEULändern die einzige Chance ,dass wir nicht weiter überflutet werden.

  3. Edelweiss schreibt:

    Ungarn ist und bleibtals einer der wenigen Orte in Europa, wenn es hier zur Sache gehen wird. – Beide sind klug und selbstbestimmt und wollen das Schlimmste verhindern. Daher hoffe ich auf gute Ideen und beste Abstimmung ihrerseits.

  4. Dr. ALTENBURGER schreibt:

    Die Hoffnung das auch Tschechien sich nicht in alles reinziehen lässt, habe ich auch.

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