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Würde Deutschland seine Grenzen schützen, wäre Al-Bakr gar nicht hier gewesen

Im Oktober hielt uns alle die Geschichte vom mutmaßlichen syrischen Terroristen Dschaber Al-Bakr mehrere Tage lang in Atem. Er bunkerte hochexplosiven Sprengstoff, entwischte der Polizei und wurde nach zwei Tagen von syrischen „Flüchtlingen“ überwältigt und der Polizei übergeben. Weitere zwei Tage später nahm er sich angeblich in der Zelle das Leben. Das alles geschah in Sachsen. Laut Bundesanwaltschaft handelte es sich bei dem bei Al-Bakr gefundenen Material um 1,5 Kilogramm „extrem gefährlichen Sprengstoff“ „sowie weitere Materialien, die unter anderem zur Herstellung einer Sprengstoffweste geeignet sind“.

Der Bombenfund, die Flucht, die Festnahme und der Selbstmord des mutmaßlichen Terroristen, der enge Verbindungen zur Terrorgruppe „Islamischer Staat“ haben soll, wurden von Politik und Mainstream-Medien grotesk kommentiert.

Sofort nach dem Fund des Sprengstoffs und einem mißglückten Polizeizugriff schallte es auf allen Kanälen: Nicht alle Migranten seien Terroristen – wer behauptet das denn? –, und natürlich habe die illegale Masseneinwanderung nach Deutschland nichts mit einer verschärften Sicherheitslage zu tun.

Während seiner Flucht warnte man erneut entschieden davor, jetzt alle Flüchtlinge unter „Generalverdacht“ zu stellen, es gebe schließlich auch jede Menge von ihnen – die Mehrheit! –, die uns nicht alle in die Luft sprengen wollten. Und andererseits gebe es natürlich auch deutsche Übeltäter, das dürfe man nicht vergessen!

Doch die mediale Erlösung kam bei der Ergreifung von Dschaber Al-Bakr. Syrische Flüchtlinge hätten ihn erkannt, gefesselt und die Polizei informiert. Die Presse jubelt und schreibt über die „Helden-Syrer“. Natürlich war es mutig von den Männern, einen Terrorverdächtigen zu überwältigen und ihn der Polizei auszuliefern. Daran zweifelt niemand. Doch war es nicht auch deren Pflicht? Würde man nicht von jedermann hierzulande erwarten, daß er mindestens den Aufenthaltsort eines mutmaßlichen Bombenlegers den Sicherheitsbehörden meldet?

Unsere Mainstream-Medien sehen das anders: Neben dem Bundesverdienstkreuz für die Syrer wird sogar gefordert, daß sie die deutsche Staatsbürgerschaft als Belohnung erhalten sollen. Das ganze Mediengetrommel fand zu einem Zeitpunkt statt, als noch vieles unklar war. Der mutmaßliche Täter beschuldigte gar die „syrischen Helden“, in Wirklichkeit seine Komplizen gewesen zu sein. Kurz darauf hing er tot in seiner Gefängniszelle.

Natürlich nutzte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel das Ereignis zur Selbstbeweihräucherung. Ihre Botschaft zwischen den Zeilen lautet: „Seht her, die Flüchtlinge machen unser Land sogar noch sicherer!“

Doch das dürfte die absurdeste Schlußfolgerung sein, die man aus dem sächsischen Terrorspektakel ziehen kann. Denn wahr ist: Würde Deutschland seine Grenzen schützen, wäre Dschaber Al-Bakr – der als „Flüchtling“ sogar zwischendurch noch einmal nach Syrien gereist sein soll – gar nicht hier. Das ganze Theater wäre uns erspart geblieben. Aber Angela Merkel und die Maulhuren aus den etablierten Medien hätten dann keine „Flüchtlingshelden“ – und keine Debatte über Blitzeinbürgerungen wegen „guter Taten“.

Manuel Ochsenreiter ist Chefredakteur des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST!  [1]