Entgegen aller Panikmache: Trump-Wahl läßt Börsenkurse ansteigen

10. November 2016
Entgegen aller Panikmache: Trump-Wahl läßt Börsenkurse ansteigen
Wirtschaft
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New York. Was hatten selbsternannte Experten und Analysten nicht alles prophezeit: Verfall der Börsenkurse, gar ein weltweiter Börsencrash wurden herbeigeredet. Mit der Realität hat dies aber nichts zu tun. Am Tag nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika steigen die Börsenkurse nämlich: statt eines „Trump-Schocks“ schafft es der Dow-Jones-Index statt dessen fast auf einen neuen Rekordwert.  

„Als dann aber die Börse am Mittwoch zum Handel eröffnete, ergab sich ein ganz anderes Bild. Die erwarteten Kursstürze blieben aus. Am Anfang schwankte der Dow-Jones-Index noch zwischen leichten Gewinnen und leichten Verlusten, aber im Laufe des Tages drehte er deutlich ins Plus und näherte sich zeitweise sogar seinem Rekordhoch von 18.636 Punkten, das er erst im August erreicht hatte. Am Ende schloß das Börsenbarometer bei 18.590 Punkten und damit 257 Punkte höher als am Vortag“, schreibt F.A.Z.-Wirtschaftskorrespondent Roland Lindner.

Trumps fundierte Wirtschaftspläne werden von den Aktienmärkten goutiert, Unternehmen könnten von seinen Plänen massiv profitieren: „niedrigere Steuern, weniger Regulierung und höhere Staatsausgaben auf Gebieten wie Infrastruktur.“ (F.A.Z.) Insbesondere die Aktienwerte von Pharma- und Biotechnologieunternehmen, Rüstungsfirmen und Banken stiegen an.

Siemens-Chef Joe Kaeser äußerte, er wolle eine Zusammenarbeit mit Trump „positiv angehen“. „Gebt ihm eine Chance“, so Kaeser am Donnerstag bei CNBC. „Wir müssen schauen, was wir zusammen machen können.“

„Auch für den Deutschen Aktienindex (Dax) dürfte es einen Tag nach der überraschenden Wahl von Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten weiter aufwärts gehen. Banken und Broker berechneten den Dax am Donnerstag zur Eröffnung im Plus“, so die F.A.Z. an anderer Stelle. (sp)

4 Comments

  1. Zappa schreibt:

    Wieder einmal ein Beispiel für die deutsche Presse“kunst“. Gestern wurde auf diversen Portalen völlig undurchsichtgig von einem „BörsenCrash“ berichtet und Vergleiche zum 24. Oktober 1929 gezogen.

    Und dann diese zeitlose Schlagzeile auf Welt / n24
    (https://www.welt.de/debatte/kommentare/article159391987/Die-deutschen-Eliten-brauchten-diesen-Trump-Schock.html)

    Auf einmal will die deutsche Lügenpresse von einem „Milieu der USA wissen, das auch bei uns stark ist“. Auf einmal brauchen die „deutschen Eliten“ diesen „Trump-Schock“.
    Wie schnell drehen sich doch die Fähnchen dieser deutschen Heuchler.
    Ich hätte mich für die großkotzigen Schlagzeilen interessiert, die nach einem Sieg von Clinton dem deutschen Deppen vorgeführt worden wären.

    Ich bin davon überzeugt, dass in den letzten Wochen massenweise Hetzschriften gegen Trump schon in den Schubladen lagen, die im Falle seiner Niederlage herausgeholt worden wären.

  2. Eidgenosse schreibt:

    Dass die Kriegshetzerin Clinton trrotz ihres riesigen Apparates und den noch riesigeren Summen nicht durchkam mag wirklich ein Zeichen sein, dass „make America great again“ durchaus noch eine Chance hat.
    Wollen wir hoffen, dass das Ganze friedlich abläuft. Falls nämlich Trump die allmächtige FED angreift und den Manipulatoren das Werkzeug der Selbstbedienung aus der Hand schlägt, wird es für Trump gefährlich. Kennedy hatte das auch vor – das Ergebnis ist bekannt.

    • Zappa schreibt:

      …und in den deutschen Qualitätsmedien (Maischberger, gestern) bringen die von den Eliten gestellten Volksrepräsentanten den Erfolg Trumps in Verbindung mit „Sexismus, ungebildete weiße Männer, die Schwarzen sind die Verlierer (im Umkehrschluss haben die Schwarzen natürlich das richtige gewählt), selbst der Ku-Klux-Klan wurde genannt. Diese schamlosen und vorsätzlich genannten Suggestionen sollen beim Zuschauer logischerweise Assoziationsfelder öffnen, die mit Verderben, Tod und Teufel zu tun haben.

      Und dann kommt doch tatsächlich die Merkel dahergesabbert und stellt in ihrer Rede, gerichtet an Trump, B e d i n g u n g e n für eine enge Zusammenarbeit. Größenwahnsinn in reinster Form.
      Die europäische Regierung wird hoffentlich die aller-, aller-, allerletzte Station sein, mit der Mr. President Kontakt aufnehmen will.

  3. zombie1969 schreibt:

    Das Hauptproblem für Europa bei der Wahl von D. Trump zum US-Präsidenten ist der Umstand, dass sich sehr viele Repräsentanten der EU im Vorfeld der Wahl sehr negativ zu D. Trump geäusserten haben. Es mag verständlich sein, dass gerade die kritische Haltung D. Trumps zur Einwanderung von Muslimen in die EU, welche dieser besonders in Richtung Deutschland deutlich äusserte, in der EU übel aufgestossen ist. Dennoch war es ein Fehler, derartig im US-Wahlkampf Stellung zu beziehen, was man zumindest von einem deutschen Aussenminister nicht erwarten dürfte. Auch darf man gespannt sein, welchen Preis die EU/Deutschland für diese Einmischung in die amerikanische Innenpolitik bezahlen muss.

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