„Wenn es der Klima-Ideologie dient, werden Gefahren für Leib und Leben ignoriert“

26. Mai 2016
„Wenn es der Klima-Ideologie dient, werden Gefahren für Leib und Leben ignoriert“
Olaf Haselhorst
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Der Klimaschutz nimmt immer unverantwortlichere Formen an. Deutschlands Fassaden werden mit sogenannten Wärmeverbundsystemen bepflastert. Die Energie-Einsparungen sind oft erheblich geringer als versprochen, es blüht der Schimmel, und die Bewohner hüsteln. Der Mensch ist halt nicht unbedingt dafür geeignet, in einer Plastiktüte zu wohnen. Aber das ist noch nicht alles: Immer öfter endet der Dämmwahn für die Betroffenen tödlich, weil sich Brände rasend schnell an der Fassade ausdehnen.

Vor kurzem starben im Duisburger Stadtteil Meiderich bei einem Wohnungsbrand eine Mutter und ihre beiden Söhne. 27 Menschen haben dabei Verletzungen erlitten, ein Kind schwebt weiter in Lebensgefahr. Das Feuer hatte sich vom Erdgeschoß ausgehend über die Außenmauer bis ins Dach des viergeschossigen Hauses „wie an einer Zündschnur“ ausgebreitet.

Die Zahl solcher gefährlicher Brände geht mittlerweile alleine in Deutschland in die Hunderte. Eine Statistik zu den Vorfällen gibt es aber nicht, auch keine Zahl über die dabei schwer verletzten oder umgekommenen Menschen. Wenn es nicht um den heiligen Gral Klimaschutz ginge, hätten die Behörden diesem Spuk mit Sicherheit längst ein Ende gesetzt. Die Feuerwehren kennen das Problem, hängen es aber nicht an die große Glocke – die übliche politisch korrekte Beißhemmung. In einem Land, in dem Bauvorschriften selbst die Neigung der Dachziegel festlegen, müßten die Behörden diese lebensgefährliche Praxis sofort unterbinden. Tun sie aber nicht.

Im Jahre 2015 wurden in Deutschland 36,3 Millionen Quadratmeter solcher Dämmsysteme an die Fassaden geklebt. Bei einem vorsichtig geschätzten Preis von 120 Euro pro Quadratmeter ergibt dies einen Umsatz von über vier Milliarden Euro. Ein enormer Markt, von dem viele profitieren und bei dem Sicherheit offenbar ganz kleingeschrieben wird. Dämmen soll ja das Klima schützen. Wenn es der herrschenden Klima-Ideologie dient, werden Gefahren für Leib und Leben offenbar ignoriert.

Olaf Haselhorst ist Chefredakteur der gesamtdeutschen Monatszeitschrift „Der Schlesier“.

 

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6 Comments

  1. Der Rechner schreibt:

    Klimaschutz ist wirklich sehr wichtig.

    Und die beste Möglichkeit diesen marktwirtschaftlich zu betreiben wäre eine angemessene Besteuerung von CO² Ausstoß.

    Eine solche läßt sich durch den derzeit betriebenen Emissionsrechtshandel aber leider nicht herstellen – es gibt viel zu viele Emissionsrechte.

    Der Versuch mit „Anreizen“ wie Einspeisevergütung und „Dämmzwang“ etwas gutes zu bewirken muß scheitern – planwirtschaftliche Ansätze führen schon durch die stetige Änderung der relativen Produktionskosten nach kurzer Zeit zu Fehlanreizen. Strom kann eben nicht kostengünstig „gelagert“ werden – also ist die Förderung von nutzlosem Zufalls- und Mittagsstrom auf Kosten aller Stromverbraucher offensichtlich vollkommen sinnlos – die konventionellen Kraftwerke müssen abends hochgefahren werden egal wieviel nutzloser Mittagsstrom „eingespeist“ und weggeworfen wurde.

    Und die hier beschriebene Dämmung ist offensichtlich lebensgefährlicher Schwachsinn, den die Bauaufsicht von vorne herein hätte unterbinden müssen.

    Was sich hier zeigt ist das allgemeine Absinken der Standards in der deutschen Verwaltung bedingt durch 50 Jahre Verblödung in deutschen Schulen und Universitäten.

    Das sollte aber nicht dazu verleiten, Klimaschutz nun als „herrschende Klima-Ideologie“ zu denunzieren.

    Klimaschutz ist wichtig, auch wenn er wie so vieles andere auch in Merkels Deppensystem verkehrt betrieben wird.

    Der mittelfristig beste und kostengünstigste Beitrag zum Klimaschutz wäre der Wiedereinstieg in die Atomenergie.

    Natürlich müßte man dafür die bizarre „Endlagerungsdebatte“ beenden. Verbuddeln radioaktiven Mülls – ob in Salzbergwerken oder anderswo ist eine selbstverständliche und natürliche Lösung – das aus der Erde gebuddelte Uran hat vor seinem Einsatz als Brennstab schließlich auch in der Erde vor sich hingestrahlt.

    Atommüll erzeugt Alpha-, Beta und Gammastrahlung. Grundsätzlich – wenn auch in einer anderen Mischung und Frequenzmischung – genauso wie die bei den Grünen so beliebte Sonne.

    Die Sonne ist ein riesengroßer unkontrollierter Kernfusionsreaktor – vor ihrer Strahlung sind wir nur durch das Magnetfeld der Erde und ein bißchen Luft geschützt.

    Der Schutz durch ein paar hundert Meter Erde ist da wesentlich besser.

    Wer bei jedem Micro-Sievert jammert und schreit sollte bei Tageslicht nicht mehr ins Freie gehen.

    • Der Alte schreibt:

      Daß das Kohlendioxidgas CO2 für den „Klimawandel“ mitverantwortlich sein soll, kann ich trotz der gängigen veröffentlichten Meinungen nicht nachvollziehen.

      C02 ist in unsere Atmosphäre nur in Spuren vorhanden, die Konzentration beträgt ca. 0,037% (!), wovon wiederum nur ca. 3-7 % vom Menschen verursacht („anthropogen“) sein sollen.
      Abgesehen von der Tatsache, daß es sich beim CO2 um eines der schwersten Gase unserer Luft handelt, ist der Beitrag dieses „Spurengases“ am Treibhauseffekt sicher zu vernachlässigen.
      (Eines der wirksamsten und in großer Menge in unserer Atmosphäre vorhandenen Treibhausgase ist übrigens Wasserdampf).
      Die ganze, wissenschaftlich nicht zu begründende CO2 – Hysterie ist Produkt der von der Politik und deren Lobbygruppen (z.B. Dämmmafia …) verbreiteten Lügenpropaganda: ein leider wirksames Mittel der Massenpsychologie ist die ständige Wiederholung auch offensichtlichen Unsinns, nach einer gewissen Zeit wird alles geglaubt.

    • Gast schreibt:

      @ Rechner,

      „Klimaschutz ist wirklich sehr wichtig“.
      Als Klima bezeichnet man üblicherweise die über 30 Jahre statistisch geglätteten Messdaten zum Wetter. Also müßten wir eigentlich das Wetter schützen – aber welches?

      „Und die beste Möglichkeit diesen marktwirtschaftlich zu betreiben wäre eine angemessene Besteuerung von CO2 Ausstoß“.
      Ein körperlich eher passiver Mensch atmet immer noch ca. 12 000 ltr. Luft pro Tag, darin sind 21% Sauerstoff (O2) . Die ausgeatmete Luft enthält nur noch 16% Sauerstoff. Das Minus von 600 l Sauerstoff wird durch Verbrennung der Kohlenstoffträger Fett, Kohlenhydrat und Eiweiß (volkstümlich Nahrung) für die Lebensenergie im wesentlichen in CO2 und Wasser umgewandelt.
      In Zahlen: 48g oder 33,6 ltr. Sauerstoff verbrennen zu 44g oder 22,4 ltr. CO2 und 18g Wasser. An einem Lebenstag erzeugt so ein Mensch rund 400 ltr. CO2 – also ca. 150 m3 pro Jahr.

      Sein Sie sicher, die Pläne für eine „Klimagas-Kopfsteuer“ liegen schon in den Schubladen der Menschheitsplaner.

      Das mediale Trommelfeuer zum Klimaschutz dient als Pseudonym für Umverteilung von Vermögen in welchem ein lebensnotwendiges, atmosphärisches Spurengas (CO2) nicht nur zum Zwang für neuen (nutzlosen) Konsum und zur Besteuerung (für staatliche Schuldzinsen) sondern auch zum Umbau, hin zur allgemeinen Schuldnergesellschaft (Zerschlagung des Mittelstandes), herhalten soll. Nur Schuldner kann man drangsalieren! Ersonnen in den Denkfabriken der Geldeliten zur Zementierung ihrer Macht und als Hausaufgabe zur Umsetzung durch ihre Angestellten.

      Das Schneeballsystem der leistungslosen Geldvermehrung ist an das Ende seines Zyklus gekommen. Wenn in der Realwirtschaft auch bei 0% Zinsen (Endzeit-Krisenstimmung) keine Kredite mehr hinterfragt werden, können Zentralbanken keine Liquidität an Kreditinstitute vergeben, ergo kein neues Geld schaffen. Das Casino wackelt! Die „Demokratie“ bedarf mal wieder der „Überarbeitung“.
      Bisher diente Krieg mit Sachzerstörung für das notwendige Reset.
      Alternativer Ausweg:
      Agressive Indoktrination der Massen mit Bewerbung teurer, nutzloser Produkte und ein zunehmend totalitärer Staat welcher den notwendigen Konsum erzwingt.

      Die Doktrin von der Richtigkeit der simulierten „Selbstverbrennung“ (Schnellnhuber) durch welche die Menschheit angeblich bedroht ist führt direkt zum gewünschten Ziel, der GLOBAL GOVERNANCE. Manche sagen dazu auch NWO. Für die Durchsetzung des beschriebenen Projektes (und anderer Wohltaten) ist die ungemein praktisch.

      Man gugle nach „wbgu_jg2011_ZfE.pdf“, finde die vielen Widersprüche und vor allem beachte man die Forderungen!

      „Der mittelfristig beste und kostengünstigste Beitrag zum Klimaschutz wäre der Wiedereinstieg in die Atomenergie.“
      Da gehe ich voll mit Ihnen mit. Aber nicht wegen des Klimaschutzes sondern weil Energie (und nicht nur die) zum Überleben der Weltbevölkerung auf freien Märkten verfügbar und bezahlbar bleiben muß und nicht durch eine globale Geldclique künstlich verteuert und anschließend strategisch nach gusto verteilt wird. Dies wäre/ist die wirkliche Menschheits-Katastrophe.

  2. Denker schreibt:

    M.E. ist bei DIN-gerechter Ausführung der Dämmung keine zusätzliche Brandgefährung vorhanden. Wenn man natürlich unzulässig dämmt, wird es gefährlich. Das wird aber kein Bauamt genehmigen. Aber die Kontrolle wird wohl fehlen, das ist das Problem dabei.
    (Hier ein Zitat zum Thema:
    „Brandschutz ist ein wesentlicher Faktor, der die Qualität und Sicherheit eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) definiert. Die Verwendbarkeit von WDVS ist nur auf Grundlage einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung zum Nachweis der Dauerhaftigkeit und Brauchbarkeit möglich. Alle Komponenten sind dabei systemspezifisch geprüft. WDVS werden als Baustoff bzw. Bauart eingestuft.

    Das Brandverhalten von WDVS wird beeinflusst durch:

    Art des Dämmstoffes
    Dicke des Dämmstoffes
    Anteil der organischen Bestandteile in der Putzschicht
    Dicke der Armierungsschicht
    Konstruktive Ausbildung von Details (Öffnungen, Einbauten…)
    Die Prüfungen zum Nachweis des Brandverhaltens werden auf Basis der DIN 4102-1 durchgeführt:
    Nicht brennbar: Mineralwolle nach DIN EN 13162 A1 oder A2
    Schwer entflammbar: EPS Hartschaum nach DIN EN 13163 B1
    Normal entflammbar: EPS Hartschaum nach DIN EN 13163 B2
    Die Bauordnungen der Länder legen in Abhängigkeit von der Gebäudehöhe bzw. Gebäudeklassen Mindestanforderungen der Baustoffklassen nach DIN 4102-1 vor:

    Gebäude bis 7 m Höhe normal entflammbar B2
    Gebäude von 7-22 m schwer entflammbar B1
    Gebäude von 22-100 m nicht brennbar A
    Die Höhe ist die Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses über der Geländeoberfläche, in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist. Die WDVS sind in der Regel bis zu einer Dicke von 300 mm geprüft.
    Bei der Ausführung mit entflammbaren WDVS werden gesonderte Bereiche mit einem WDVS aus Steinwolle bzw. Mineralwolle ausgeführt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Ausführung der Stürze von Fenstern und Türen gelegt, um den Brandüberschlag in weitere Geschosse zu verhindern. Hier wird ein mindestens 200 mm hohes nicht brennbares WDVS eingesetzt. Alternativ können auch sogenannte umlaufende Brandriegel ausgeführt werden, die mindestens in jedem zweiten Geschoss umlaufend eingebaut sein müssen. Brandabschnitte und Brandwände dürfen nicht mit brennbaren Baumaterialien überbrückt werden. Bei der Aufdopplung von WDVS müssen die aktuellen Anforderungen eingehalten werden und in einzelnen Bereichen daher eventuell das alte WDVS entfernt werden, um nicht brennbare Materialien einzusetzen.“

    Was den Atomstrom angeht, da sollte man wirklich nicht mehr drauf setzen. Es ist ja nicht nur die Endlagerung, die dabei Folgekosten verursacht, die niemand bezahlt außer dem Steuerzahler, sondern auch das Risiko beim Betrieb, dass in Terrorkriegzeiten überhaupt keiner mehr kalkulieren kann!
    Zudem gibt es sehr wohl bereits Verfahren, den gewonnenen Windstrom zu speichern, ohne höhere Gesamtkosten als bei Atomstromgewinnung. Neben der Gewinnung von Wasserstoff ist auch die Erzeugung von Methan möglich, dass dann sogar nicht nur in Gaskraftwerken genutzt, sondern sogar per Erdgasnetz verteilt werden kann, was wiederum zusätzliche Stromtrassen ersparen könnte. Bei Berlin gibt es bereits ein Bahnkraftwerk, das nach diesem Prinzip arbeitet. Zum Glück wurde die Bahn noch nicht zum Aktienmolloch umgewandelt und kann daher noch ohne Rücksicht auf kurzfristige Aktionärsinteressen langfristig investieren.

  3. Klaus Bering schreibt:

    Hallo Denker. Leider bilden die Normen nicht die Realität ab und die Realität richtet sich nicht nach Normen. Wenn Styropor verarbeitet wird, dann breitet sich ein Brand fast ungebremst sehr schnell aus und ist nicht kontrollierbar. Zumindest ist das die Erfahrung der Feuerwehren. Vorschlag: Stellen Sie sich im Brandfall vor das brennende Gebäude und lesen Sie die Normen vor. Vielleicht hilft es ja.

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