Renommierte Historiker zum Asyl-Ansturm: „Europa riskiert seine Auflösung“

22. Januar 2016
Renommierte Historiker zum Asyl-Ansturm: „Europa riskiert seine Auflösung“
Geschichte
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Davos. Der renommierte britische Historiker Niall Ferguson hält die Zuwanderungspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel für verfehlt. Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos sagte er gegenüber dem „Handelsblatt“: „Für mich sieht die Öffnung der Grenzen aus wie ein tragischer Fehler.“ Er habe noch immer keine Erklärung dafür, warum Merkel ein derart hohes politisches Risiko eingegangen sei.

Ferguson hält Merkels Flüchtlingspolitik für grundverkehrt. „Es ist offensichtlich, daß sie die Gefahren ihrer Politik unterschätzt hat“, sagte der Historiker, der an der US-Universität Harvard lehrt. Ferguson hält es im Gegensatz zu immer noch zahlreichen deutschen Politikern für eher unwahrscheinlich, daß Europa es „schaffen“ könne. „Ich glaube nicht, daß Multikulti in den meisten europäischen Ländern funktioniert. Und auch Deutschland sieht das nach den Ereignissen in Köln wohl ein“, sagte Ferguson und verwies auf die Lehren der Vergangenheit: „Wir wissen aus der Geschichte, daß Nationen und ihre Reiche oft sehr schnell zusammenbrechen können. Europa riskiert im Moment seine eigene Auflösung.“

In das gleiche Horn stieß der bekannte deutsche Althistoriker Alexander Demandt, der in der F.A.Z. einen Text veröffentlichte, der von der Zeitschrift „Die politische Meinung“ erst bestellt und dann – mit der Begründung, der Beitrag könne in der aktuellen politischen Situation mißinterpretiert werden – abgelehnt wurde. Demandt widmet sich in dem Artikel dem Ansturm germanischer Stämme auf das Römische Reich im 3. bis 5. Jahrhundert nach der Zeitenwende, um aufzuzeigen, wo damals die Grenzen von Assimilation und Integration lagen. Als die Aufnahme von Germanen, vorwiegend als Söldner, in das Römische Reich in verkraftbaren Größenordnungen verlief, profitierten sowohl Römer als auch Germanen von dieser Symbiose, so Demandt, der konstatiert: „Es entstand eine römisch-germanische Militäraristokratie, ein genealogisches Netzwerk von Verbindungen.“ Der Althistoriker erwähnt dabei nicht, daß gerade die indogermanische Wesensverwandtheit germanischer Stämme und der römischen Oberschicht zu dieser fruchtbringenden Symbiose beitrug.

An der Richtigkeit von Demandts Schlußfolgerung für heute ändert dies jedoch nichts: „Überschaubare Zahlen von Zuwanderern ließen sich integrieren. Sobald diese eine kritische Menge überschritten und als eigenständige handlungsfähige Gruppen organisiert waren, verschob sich das Machtgefüge, die alte Ordnung löste sich auf.“ (mü/sp)

 

Bildquelle: Wikimedia/Stefan Bauer/CC BY-SA 2.5

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5 Comments

  1. Dr. Askanier schreibt:

    Niall Ferguson sieht die Zuwanderungspolitik Merkels als einen tragischen Fehler an und kann sie sich nicht erklären. Verständlich wird Merkels Politik allerdings dann, wenn man annimmt, daß Merkel einen Vernichtungskrieg gegen das eigene Volk und damit auch gegen die anderen Völker Europas führt. Dies ist offensichtlich ihr Auftrag. Den führt sie so lange sie kann aus. Dabei ist ihr jeder weitere Tag wichtig. Eine mögliche Wiederwahl ist abgehakt und spielt bei ihrer Politik keine Rolle. Ihr Ziel sind größmöglicher Schaden und größtmögliches Chaos. Dabei wird sie von den Führenden aller Bundestagsparteien unterstützt. Deshalb gilt: CDU, Grüne, Linke und SPD sind nicht wählbar!

    • Leyendecker , Lydia schreibt:

      Die Offensichtlichkeit ( ein schönes Wort )halte ich auch für gegeben, denn ich kann die Quellen ja schon gar nicht mehr zählen, in denen Elitäre von ihren Plänen reden, in denen es stets um unsere Vernichtung geht.Und es ist Vernichtung wenn von offen davon gesprochen Völker wie in einer Zuchtanstalt gegen ihre Natur und ihren Willen vermischen zu wollen.

      Übrigens las ich gerade eine Broschüre zur Integration von Behinderten wo ich erst durch lange Textpassagen für Ausländer durch muss, der nicht extra gekennzeichnet ist , ehe ich zu meinem noch verbleibenden Recht finde.Es werden immer mehr „Zufälle“? die mich spüren lassen.. Bis dahin, das man mir ungestraft sagen darf, das ich ja meine Heimat verlassen könne, wenn es mir nicht passt. Ich fühle mich als polit. verfolgte

  2. henry111 schreibt:

    So ein blöder Text. Wir sind mitten in der Auflösung! Es ist auch nicht nur Europa. Es ist die ganze Welt, die von 62 Familien gespielt wird.

  3. Hans Schneider, Toronto schreibt:

    Sogar in Kanada hat man in den letzten 50 Jahren eine massive Drittwelt-Einwanderung
    gehabt. Ob das dem Land hilft ist eine andere Frage.

  4. Hans Schneider, Toronto schreibt:

    Drittwelt Einwanderung produziert Drittwelt Bedingungen, massive und extreme Drittwelt Einwanderung produziert massive und extreme Drittwelt Bedingungen. Wie kann es auch anders sein.

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