Zahlen für 2013: 64 Prozent mehr Asylbewerber als im Vorjahr

14. April 2014
Zahlen für 2013: 64 Prozent mehr Asylbewerber als im Vorjahr
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Asylanträge mehr als verdoppelt. Dies teilte das Bundesinnenministerium mit.

Demnach stellten 2013 rund 127.000 Menschen einen Asylantrag – im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 64 Prozent, bei den Erstanträgen (etwa 110.000) sogar um 70 Prozent. So hohe Zahlen waren „zuletzt im Jahr 1999 zu verzeichnen“, erklärte Innenminister Thomas de Maizière (CDU). In den 90er Jahren gab es jährlich mehr als 100.000 Anträge, im Spitzenjahr 1992 sogar über 400.000. Nach der Jahrtausendwende war die Anzahl der Asylbewerber stetig gesunken, 2007 zählten die Behörden noch etwa 19.000 Anträge. Dieser Trend ist anschließend ins Gegenteil umgeschlagen, bis 2012 stieg die Zahl wieder auf fast 65.000. Die Explosion der Antragszahlen im letzten Jahr stellt die Behörden sowie die für die Unterbringung der Asylbewerber zuständigen Länder und Kommunen vor erhebliche Probleme. Innenminister de Maizière will nun unter anderem die Bearbeitungszeit der Asylanträge beschleunigen, um schnellere Abweisungen zu ermöglichen. Der Minister betonte, daß Deutschland 2013 mit deutlichem Abstand die meisten Asylbewerber in Europa zu verzeichnen hatte.

Dieser Artikel erschien in ZUERST! Ausgabe 2-3/2014
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Foto: Illegale Einwanderer bei ihrer Ankunft auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa
(Wikipedia/Sara Prestianni/noborder network, CC BY 2.0)

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