Terror-Tourismus: Zahl der aus Deutschland stammenden Islamisten in Syrien steigt auf 200

21. Oktober 2013

Ein syrischer T-72-Panzer feuert auf eine Stellung der Rebellen
(Screenshot: YouTube/newsanna)

Damaskus. Die Zahl der Islamisten, die aus Deutschland nach Syrien gereist sind, ist offenbar erneut gestiegen. Nun sollen rund 200 Kämpfer aus der Bundesrepublik gegen die syrische Armee kämpfen.

Wie der „Spiegel“ unter Berufung auf einen als geheim eingestuften Lagebericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz berichtet, befinden sich inzwischen rund 200 Islamisten aus dem gesamten Bundesgebiet in oder auf dem Weg nach Syrien. Teile davon sollen in einem eigenen, deutschsprachigen Lager im Norden des Landes für den Kampf gegen die Armee ausgebildet werden. In dem Papier heißt es, daß von möglichen weiter radikalisierten und kampferprobten Rückkehrern eine „besondere Gefährdung“ ausgehe. Die letzten offiziellen Schätzungen sprachen von rund 170 aus Deutschland ausgereisten Islamisten.

Insgesamt kämpfen in dem Mittelmeerland rund 100.000 Rebellen gegen die syrische Armee, die Hälfte davon gehört einer britischen Studie zufolge islamistischen Gruppierungen wie der „Jabhat al-Nusra“ oder dem „Islamischen Staat im Irak und Syrien“ (ISIS) an. Eine ungeklärte Anzahl von aus Deutschland ausgereisten Kämpfern ist in den Gefechten von der syrischen Armee getötet worden; mehrere, darunter ein Pforzheimer Islamist sowie der Berliner Ex-Rapper „Deso Dogg“ alias Denis Mamadou Cuspert, wurden verwundet.

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