Griechenland: Polizei befreit entführtes vierjähriges Mädchen aus Zigeuner-Lager

21. Oktober 2013

Foto: Wikimedia/Serge Melki, CC BY 2.0

Farsala. Die griechische Polizei hat bei einer Razzia in einem Zigeuner-Lager ein vier Jahre altes Mädchen befreit, das offenbar seinen leiblichen Eltern geraubt wurde.

Wie die Polizei laut „Bild“ mitteilte, fiel das blonde, hellhäutige und blauäugige Mädchen den Beamten sofort auf, da sie keinerlei Ähnlichkeiten mit ihren angeblichen Eltern aufwies. DNA-Tests bestätigten den Verdacht, daß das Mädchen mit keiner der beiden Personen verwandt ist. „Ihre Gesichtszüge lassen vermuten, daß sie aus einem östlichen oder nördlichen Land Europas kommt“, sagte ein Polizeisprecher. Die inzwischen festgenommenen angeblichen Eltern waren im Besitz der Geburtsurkunde des Mädchens, weswegen die Polizei ausgeht, daß das Kind 2009 kurz nach der Geburt seinen leiblichen Eltern weggenommen wurde. „Wir sind schockiert, wie einfach es für Leute ist, Kinder als ihre eigenen zu registrieren“, sagt Costas Giannopoulos, Direktor des Hilfswerks „The Smile of the Child“, das sich nun bemüht, die leiblichen Eltern ausfindig zu machen. Und er wies auf weitere Ungereimtheiten hin: „Einige dort registrierte Kinder wurden nicht in der Roma-Siedlung gefunden. Ich denke, die Polizei wird hier einen Knoten entwirren, der weit über das Schicksal eines Mädchens hinausgeht.“

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