Anzeichen mehren sich: Ablehnung der doppelten Staatsbürgerschaft für CSU „kein Dogma“

18. Oktober 2013

Asylbewerber demonstrieren in Berlin (Foto: flickr/G.osman, CC BY 2.0)

München. In der CSU mehren sich die Stimmen zur Aufweichung der kategorischen Ablehnung der doppelten Staatsbürgerschaft.

Der CSU-Innenexperte Hans-Peter sagte dem „Tagesspiegel“: „Unsere Haltung zur doppelten Staatsbürgerschaft ist seit Jahren bekannt: Wir lehnen eine gespaltene Loyalität ab. Wer die deutsche Staatsbürgerschaft haben will, muss seine frühere aufgeben. Diesen Grundsatz sollte man nicht schon im Vorgriff auf Koalitionsverhandlungen aufgeben, aber er ist auch kein unumstößliches Dogma.“ Zuvor hatte bereits CSU-Chef Horst Seehofer bei den Sondierungsgesprächen mit den Grünen “Gesprächsbereitschaft” in der Frage der doppelten Staatsbürgerschaft signalisiert. Diese habe er bei den Gesprächen ausdrücklich „namens der gesamten CSU mitgeteilt.”

Bislang erhalten in Deutschland geborene Kinder von Ausländern sowohl die deutsche Staatsangehörigkeit als auch die des Herkunftslandes ihrer Eltern. Bis zu ihrem 23. Lebensjahr müssen sie sich aber für eine Option entscheiden. Betroffen sind vor allem junge Türken. Lediglich Menschen aus der EU oder Ländern wie Brasilien und Marokko, die ihre Bürger nicht aus ihrer Staatsangehörigkeit entlassen, haben bislang Anspruch auf einen Doppelpaß.

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