Syrien-Konflikt: Auch Terror-Tourist aus Pforzheim bei Luftangriff der Armee verwundet

11. September 2013

Blick von einem T-72-Panzer der syrischen Armee während einer Operation im Jobar-Viertel von Damaskus (Screenshot: YouTube/newsanna)

Aleppo. Ein weiterer aus Deutschland nach Syrien ausgereister Islamist ist dort von der Armee bei einem Luftangriff offenbar schwer verletzt worden.

Nachdem am Dienstag bekannt geworden war, daß der deutsch-ghanaische Ex-Rapper „Deso Dogg“ alias Denis Mamadou Cuspert bei einem Luftschlag der syrischen Armee zusammen mit weiteren Islamisten verwundet wurde, berichten nun die „Stuttgarter Nachrichten“ über einen weiteren Terror-Touristen aus Deutschland, der von der Armee vorübergehend außer Gefecht gesetzt wurde. Wie das Blatt berichtet, sei der 19-jährige Deutsch-Tunesier Munir Ibrahim aus Pforzheim bei einem Hubschrauberangriff von Anfang August in der geteilten nordsyrischen Metropole Aleppo verwundet worden.

Offenbar sind die Verletzungen, die der für die Organisation „Jabhat al-Nusra“ kämpfende Ibrahim erlitt, schwer: Ein Rebellenkommandeur sagte der Zeitung, der Pforzheimer sei zunächst in die nahegelegene türkische Stadt Rehyanli transportiert worden, um seine inneren Verletzungen zu operieren zu lassen. In der vergangenen Woche dann sei er in ein saudi-arabisches Krankenhaus ausgeflogen worden.

Insgesamt befinden sich in Syrien mehrere Tausend bis Zehntausend ausländische Islamisten im Kampf gegen die Armee, über 120 davon stammen nach Geheimdiensterkenntnissen aus Deutschland.

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