Österreich: Caritas gegen Abschiebungen – wegen Reisewarnungen für das Zielland

20. August 2013

Wien. In Österreich sorgt im augenblicklichen Sommerloch die Abschiebung von acht Pakistani für hitzige Diskussionen – Abschiebung ist nach herrschendem Gutmenschen-Dogma schließlich ganz schlimm.

Zuletzt meldete sich der österreichische Caritas-Chef Franz Küberl zu Wort und erklärte allen Ernstes, daß man Menschen in Länder, für die das Außenministerium eine Reisewarnung ausspreche, nicht mehr abschieben dürfe. Im Fall der acht pakistanischen Abschiebekandidaten, deren Asylverfahren ordnungsgemäß abgeschlossen wurde – aber eben nicht zu den üblichen Anerkennungen als Asylberechtigte führte (sowas soll´s geben!), argumentierte, Küberl, daß die acht deutliche Kritik an den Taliban und an der Regierung in Pakistan geübt hätten und daß das Außenministerium für dieses Land eine Reisewarnung ausgesprochen habe. Die Rückführung der Männer sei eine „explosive Angelegenheit“.

Ginge es nach der Caritas, dürfte plötzlich in sehr viele Länder nicht mehr abgeschoben werden, unter anderem nach Georgien, Haiti, Niger und die Palästinensergebiete, selbst Japan wäre betroffen (wegen der Fukushima-Folgen).

Dieser Artikel erschien zuerst in „Der Schlesier“.

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