Syrien-Konflikt: Zahl der kämpfenden Islamisten aus Deutschland steigt auf über 120

9. August 2013

Ein Panzer der syrischen Armee feuert in einem Vorort von Damaskus
auf eine Stellung der Rebellen (Screenshot: YouTube/newsanna)

Berlin/Damaskus. Die Zahl der aus Deutschland ausgereisten Islamisten, die sich den in Syrien gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad kämpfenden Rebellengruppen angeschlossen haben, ist inzwischen auf über 120 Personen gestiegen.

Das gaben der Verfassungsschutz und das Bundeskriminalamt bekannt, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. „Syrien ist weiterhin das zentrale Ausreiseziel für Dschihadisten aus Deutschland“, erklärte demnach Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen. Einige davon seien im Kampf gegen die syrische Armee gefallen, ein weiterer Teil sei inzwischen wieder nach Deutschland zurückgekehrt.

Zwar gebe es derzeit keine Hinweise darauf, daß die Rückkehrer Anschläge auch in Deutschland planten, jedoch könnten die Eindrücke aus Syrien emotionalisierend wirken und Radikalisierungstendenzen verstärken. „Daher ist es wichtig, Ausreisen zu verhindern“, so Maaßen. Bisher hätten die Behörden in etwa einem Dutzend Fälle die Ausreise von Islamisten in Richtung Syrien verhindert. Das stellt eine recht magere Ausbeute dar: Noch Mitte Juli waren nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden rund 70 Islamisten aus Deutschland in Syrien, darunter auch der deutsch-ghanaische früherere Rapper „Deso Dogg“ alias Denis Cuspert.

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