Syrien: Rußland übergibt UN Belege für Giftgas-Einsatz – durch Kämpfer der Rebellen

10. Juli 2013

Operation der syrischen Armee in Damaskus (Screenshot: YouTube/newsanna)

Moskau. Die russische Regierung hat den Vereinten Nationen (UN) nach eigenen Angaben Beweise dafür vorgelegt, daß die großteils islamistischen Rebellen in Khan al-Asal, einem Vorort von Aleppo, den chemischen Kampfstoff Sarin eingesetzt haben.

Das berichtet die die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti. Der UN-Botschafter Rußlands, Witali Tschurkin, habe mitgeteilt, daß russische Experten am Ort der Attacke Proben entnommen und untersucht hätten. Tschurkin sagte, er habe UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon die Analyse der Proben übergeben. Die mit der Untersuchung beauftragten Experten seien zu dem Schluß gelangt, daß Kämpfer der Rebellen am 19. März auf Khan al-Asal eine Rakete vom Typ Baschair-3 abgefeuert hätten, wodurch 26 Menschen getötet und 86 weitere verletzt worden seien. „Die Analyse zeigt klar, daß die Rakete Sarin enthalten hat“, erklärte Tschurkin. Die Untersuchung habe ergeben, daß sowohl die Rakete als auch das Giftgas vor relativ kurzer Zeit und nicht industriemäßig hergestellt worden waren, was auf die Urheberschaft der Rebellen hindeutet.

Mitte Juni hatte die US-Regierung bekanntgegeben, sie habe keinen Zweifel mehr daran, daß die syrische Armee im Kampf gegen die Rebellen Giftgas eingesetzt habe, weswegen man diese fortan militärisch unterstützen wolle. Zuvor hatte allerdings die zur Sonderkommission der UNO für die Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen in Syrien gehörende ehemalige Chefin der Schweizer Staatsanwaltschaft, Carla del Ponte, darauf hingewiesen, daß eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür bestehe, daß “die Opposition und nicht die Regierung” chemische Waffen eingesetzt haben könnte.

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