Nahost-Experte Scholl-Latour: USA werden durch Waffenlieferungen nach Syrien zu Al-Qaida-Verbündeten

1. Juli 2013

Islamistischer Kämpfer in Syrien (Foto: flickr/FreedomHouse2, CC BY 2.0)

Berlin. Der Publizist und Nahost-Kenner Peter Scholl-Latour hat vor Waffenlieferungen der USA an die großteils islamistischen Rebellen in Syrien gewarnt.

In einem Beitrag für die konservative Wochenzeitung „Junge Freiheit“ schrieb Scholl-Latour, „die USA würden de facto zu Verbündeten von Al-Qaida, denn in deren Händen dürfte am Ende das Kriegsgerät landen.“ In Syrien kämpft mit der Jabhat al-Nusra der syrische Ableger des Terrornetzwerks. Solange es sich um Infanteriewaffen handele sei das zwar absurd, aber nicht besonders bedrohlich. Anders dagegen sähe die Lage aus, falls die USA auch Boden-Luft-Raketen zur Abwehr von Luftangriffen der syrischen Armee liefern sollten, „die sich eines Tages auch gegen die US Air Force richten könnten“. Das eigentliche Ziel Washingtons dabei sei, den mit Syrien verbündeten Iran zu schwächen, um zu „verhindern, daß sich eine Machtachse spannt, von Teheran über Bagdad, wo ebenfalls eine schiitische Regierung am Ruder ist, und Damaskus bis zur Hizbollah im Libanon.“

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