Wegen Recherchen zum Jihad in Syrien: Islamisten attackieren Presseteam in Offenbach

12. Juni 2013

Islamistischer Kämpfer der „Freien Syrischen Armee“ (FSA) in Syrien (Foto: flickr/FreedomHouse2, CC BY 2.0)

Mainz. Mehrere junge Islamisten haben am Freitag im hessischen Offenbach ARD-Reporter und deren Kamerateam bei Dreh- und Recherchearbeiten angegriffen. Das berichtet das ARD-Politikmagazin „Report Mainz“.

Der Angriff, bei dem ein Reporter, ein Kameramann und ein Kameraassistent verletzt wurden, erfolgte vor der Tauheed-Moschee in der Innenstadt. Die Journalisten waren dort mit ihrem Fernsehteam zu einem Recherchegespräch mit dem Imam unmittelbar nach dem Freitagsgebet verabredet. Anlaß dafür waren Hinweise, daß sich im Umfeld der Moschee eine Gruppe junger Muslime gebildet haben soll, die plant, wie viele islamistische Glaubensbrüder in Syrien gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad zu kämpfen.

Wie das Magazin weiter berichtet, griffen die Täter zuerst einen der Reporter, dann den Kameramann und schließlich den Kameraassistenten an. Ersterer wurde mit der Faust im Gesicht getroffen und erlitt eine Prellung an der Schläfe. Der Kameraassistent bekam Faustschläge und Fußtritte ab und erlitt eine Schädelprellung. Einer der Journalisten erklärte, er habe „eine solche Aggressivität“ bei seinen langjährigen Recherchen „noch nicht erlebt“, fügte allerdings schnell an, er habe festgestellt, „daß unter den Moscheebesuchern das Entsetzen über die Tat und die Täter groß war“.

Derweil hat die Polizei Ermittlungen wegen der Straftatbestände der Körperverletzung und Sachbeschädigung aufgenommen.

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